#1195 · Rechner für Energie & Umwelt

Auslegungsrechner für Wärmepumpen

Dieser Rechner liefert eine erste überschlägige Größenordnung für die erforderliche thermische Leistung einer Wärmepumpe. Ausgangspunkt sind beheizte Fläche und spezifische Heizlast des Gebäudes. Ein Warmwasserzuschlag und eine frei wählbare Leistungsreserve können ergänzt werden. Das Ergebnis ersetzt keine normgerechte Heizlastberechnung, hilft aber bei der Vorprüfung von Angeboten und bei der Plausibilisierung einer vorgeschlagenen Gerätegröße.

Rechner

Gebäude und Heizlast
W/m²
Möglichst aus einer belastbaren Heizlastabschätzung ableiten.
kW
%
Nur zur Abschätzung der elektrischen Aufnahmeleistung.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Beheizte Fläche und plausible spezifische Heizlast eingeben.
  2. Bei Bedarf einen Zuschlag für Warmwasser ergänzen.
  3. Eine moderate Reserve eintragen.
  4. Auslegungsleistung mit den Leistungsdaten konkreter Geräte bei relevanter Außen- und Vorlauftemperatur vergleichen.

Formel

Gebäudeheizlast = Fläche × spezifische Heizlast ÷ 1.000
Auslegungsleistung = (Gebäudeheizlast + Warmwasserzuschlag) × (1 + Reserve)
Elektrische Aufnahme ≈ Auslegungsleistung ÷ COP

Was das Ergebnis bedeutet

Die Auslegungsleistung ist eine überschlägige Zielgröße für die thermische Wärmepumpenleistung am betrachteten Auslegungspunkt. Eine zu große Anlage kann häufiger takten; eine zu kleine Anlage benötigt häufiger Zusatzwärme.

Für die endgültige Dimensionierung sind eine fachgerechte Heizlastberechnung, reale Vorlauftemperaturen und die Leistungskennlinie der Wärmepumpe bei der örtlichen Auslegungstemperatur maßgeblich.

Beispielrechnung

150 m² bei 55 W/m² ergeben 8,25 kW Gebäudeheizlast. Mit 1,5 kW Warmwasserzuschlag und 10 % Reserve steigt die Zielgröße auf rund 10,73 kW. Bei einem COP von 3,5 entspräche das etwa 3,06 kW elektrischer Aufnahmeleistung.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Bevorzuge eine raumweise oder normnahe Heizlastberechnung gegenüber pauschalen W/m²-Werten.
  • Prüfe die Wärmepumpenleistung bei der tatsächlichen Norm-Außentemperatur.
  • Vermeide übergroße Reserven ohne technischen Grund.
  • Beziehe Vorlauftemperatur und Wärmeübergabesystem in die Gerätewahl ein.
  • Bei bivalentem Betrieb die geplante Zusatzheizung separat bewerten.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß muss eine Wärmepumpe für 150 Quadratmeter sein?

Die Fläche allein reicht nicht. Entscheidend ist die spezifische Heizlast. Bei 150 m² und 55 W/m² ergibt sich vor Zuschlägen eine Heizlast von 8,25 kW.

Welchen W-per-Quadratmeter-Wert sollte ich für die Wärmepumpenauslegung verwenden?

Verwende möglichst einen Wert aus einer Heizlastberechnung oder belastbaren Gebäudedaten. Pauschalwerte können je nach Baujahr und Sanierungszustand stark abweichen.

Wie viel Leistungsreserve braucht eine Wärmepumpe?

Eine Reserve sollte nicht pauschal groß gewählt werden. Sie hängt von Berechnungssicherheit, Warmwasserstrategie, Sperrzeiten und Anlagenkonzept ab.

Warum kann eine zu große Wärmepumpe problematisch sein?

Bei geringer Last kann eine überdimensionierte Anlage häufiger takten, was Effizienz und Bauteilbelastung ungünstig beeinflussen kann.

Ersetzt der Rechner eine Heizlastberechnung nach Norm?

Nein. Er liefert eine Vorabschätzung. Für Planung und Geräteauswahl ist eine fachgerechte Heizlastberechnung vorzuziehen.

Auslegungsgrößen

KennzahlBedeutung
GebäudeheizlastFläche × spezifische Heizlast
WarmwasserzuschlagZusätzliche thermische Leistung
ReserveAufschlag auf die Grundlast
Elektrische LeistungThermische Leistung ÷ COP

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