#1686 · Rechner für KI & Technologie

Risikopotenzial bei Zero Trust

Bestimme das finanzielle Restrisiko, das trotz vorhandener Zero-Trust-Kontrollen bestehen bleibt. Der Rechner modelliert exponierte Konten, Eintrittswahrscheinlichkeit, Schaden je Konto und die Wirksamkeit vorhandener Kontrollen.

Rechner

Szenarioannahmen
Konten
Anzahl der Konten oder Identitäten, die im betrachteten Szenario betroffen sein könnten.
%
Geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass das betrachtete Szenario innerhalb eines Jahres eintritt.
Direkte und indirekte Kosten je tatsächlich betroffenem Konto.
%
Geschätzter Anteil des Risikos, der durch bestehende Kontrollen reduziert wird.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage die Zahl der im Szenario exponierten Konten oder Identitäten ein.
  2. Schätze die jährliche Eintrittswahrscheinlichkeit und den durchschnittlichen Schaden je betroffenem Konto.
  3. Gib die Wirksamkeit der bereits vorhandenen Kontrollen an.
  4. Berechne das verbleibende finanzielle Risikopotenzial und prüfe Brutto- sowie Pro-Konto-Werte.

Formel

Restrisiko = exponierte Konten × Eintrittswahrscheinlichkeit × Schaden je Konto × (1 − Kontrollwirksamkeit)

Das Modell stellt eine Szenarioschätzung dar und ersetzt keine formale Risikoanalyse.

Was das Ergebnis bedeutet

Der Hauptwert zeigt das modellierte jährliche Restrisiko nach Berücksichtigung der eingegebenen Kontrollwirksamkeit. Brutto-Risikopotenzial und Risiko je Konto helfen, die Größenordnung der Annahmen zu prüfen.

Wahrscheinlichkeit, Schadenshöhe und Kontrollwirkung sind Modellannahmen. Dokumentiere ihre Herkunft und rechne Bandbreiten.

Beispielrechnung

Bei 250 exponierten Konten, 8 % jährlicher Eintrittswahrscheinlichkeit, 1.800 € Schaden je Konto und 65 % Kontrollwirksamkeit ergibt sich: 250 × 0,08 × 1.800 € × 0,35 = 12.600 € jährliches Restrisiko.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Trenne privilegierte und nicht privilegierte Konten, wenn deren Schadensprofile stark abweichen.
  • Verwende mehrere Wahrscheinlichkeits-Szenarien statt nur eines optimistischen Punktwerts.
  • Aktualisiere die Kontrollwirksamkeit nach Tests, Audits oder realen Incidents.
  • Dokumentiere, welche Kostenbestandteile im Schaden je Konto enthalten sind.
  • Nutze das Ergebnis als Priorisierungshilfe, nicht als Garantie.

Häufig gestellte Fragen

Wie schätze ich die Kompromittierungswahrscheinlichkeit für Zero Trust?

Nutze nach Möglichkeit interne Vorfallsdaten, Auditbefunde und realistische Szenarien. Fehlen belastbare Daten, rechne mehrere Bandbreiten statt nur eines Punktwerts.

Soll der Schaden je Konto direkte und indirekte Kosten enthalten?

Ja, sofern die Werte nachvollziehbar sind. Dazu können Wiederherstellung, Arbeitsausfall, externe Unterstützung und konkret zurechenbare Folgekosten gehören.

Wie wirkt sich eine höhere Kontrollwirksamkeit auf das Restrisiko aus?

Im Modell sinkt das Restrisiko proportional zum verbleibenden Risikofaktor. Eine Erhöhung von 60 % auf 80 % halbiert beispielsweise den verbleibenden Faktor von 40 % auf 20 %.

Kann ich privilegierte und normale Konten gemeinsam berechnen?

Das ist möglich, aber oft weniger aussagekräftig. Für stark unterschiedliche Schadensprofile sind getrennte Szenarien für privilegierte, technische und Standardkonten sinnvoll.

Ist das Ergebnis ein garantierter Jahresverlust?

Nein. Es ist eine Szenarioschätzung auf Basis der eingegebenen Annahmen und keine Garantie für tatsächlich eintretende Schäden.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
Brutto-RisikoRisiko vor Kontrollwirkung
RestrisikoRisiko nach Kontrollwirkung
Risiko je KontoRestrisiko verteilt auf exponierte Konten

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