#1704 · Rechner für KI & Technologie

Erwarteter-Verlust-Rechner für Backup-Wiederherstellung

Ermittle den erwarteten jährlichen Verlust aus Backup- und Wiederherstellungsszenarien. Der Rechner kombiniert Vorfallhäufigkeit, Wahrscheinlichkeit eines wirtschaftlich relevanten Datenverlusts, Schadenshöhe und die Wirksamkeit der Wiederherstellung.

Rechner

Backup-Schadenswahrscheinlichkeit
Vorfälle
Ausfälle oder Angriffe, bei denen eine Wiederherstellung nötig wird.
%
Wahrscheinlichkeit, dass der Vorfall zu wirtschaftlich relevantem Datenverlust führt.
Geschätzte Kosten eines Verlustereignisses vor Wiederherstellungswirkung.
%
Anteil der Schadenswirkung, der durch erfolgreiche Wiederherstellung vermieden wird.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Schätze relevante Recovery-Vorfälle pro Jahr.
  2. Setze die Wahrscheinlichkeit eines wirtschaftlich relevanten Datenverlusts an.
  3. Bewerte die typische Schadenshöhe.
  4. Berücksichtige die nachgewiesene Wirksamkeit der Wiederherstellung.

Formel

Restverlust = Vorfälle/Jahr × Datenverlustwahrscheinlichkeit × Schaden × (1 − Recovery-Wirksamkeit)

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptergebnis ist ein statistischer Erwartungswert des verbleibenden Jahresverlusts. Es eignet sich zum Vergleich von Backup-Strategien, nicht zur Vorhersage eines konkreten Ausfalls.

Ransomware, logische Korruption und Standortausfälle können unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten und Schadensprofile haben. Bei großen Unterschieden getrennt modellieren.

Beispielrechnung

2 Vorfälle × 20 % × 80.000 € ergeben 32.000 € Brutto-Erwartungsverlust. Bei 75 % Recovery-Wirksamkeit verbleiben 8.000 € pro Jahr.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze Restore-Tests statt nur Backup-Erfolgsquoten.
  • Trenne Datenverlust von reinen Downtime-Kosten.
  • Berücksichtige unveränderliche oder offline Backups separat.
  • Aktualisiere Schadenannahmen nach größeren Geschäftsänderungen.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich der erwartete Backup-Verlust von einem Worst-Case-Schaden?

Der Erwartungswert gewichtet die Schadenshöhe mit der Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit; ein Worst-Case betrachtet dagegen einen besonders schweren Einzelfall.

Wie bestimme ich die Wirksamkeit einer Backup-Wiederherstellung?

Nutze erfolgreiche Restore-Tests, erreichte RPO/RTO-Werte und den Anteil tatsächlich wiederherstellbarer Daten statt nur die Backup-Job-Erfolgsquote.

Soll Ransomware als eigener Vorfalltyp modelliert werden?

Ja, wenn Wahrscheinlichkeit, Wiederherstellbarkeit oder Schadenshöhe deutlich von technischen Ausfällen abweichen.

Wie gehe ich mit sehr seltenen, aber teuren Datenverlusten um?

Nutze eine niedrige Ereigniswahrscheinlichkeit mit realistischer Schadenshöhe und ergänze bei Entscheidungen eine separate Szenario- oder Stresstestbetrachtung.

Warum kann der Restverlust trotz hoher Recovery-Wirksamkeit relevant bleiben?

Weil häufige Vorfälle oder hohe Schadenswerte selbst bei guter Wiederherstellung einen finanziell bedeutsamen Erwartungswert erzeugen können.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
Brutto-ErwartungsverlustWird aus den eingegebenen Annahmen automatisch berechnet.
Durch Recovery vermiedenWird aus den eingegebenen Annahmen automatisch berechnet.
Erwartete Verlustereignisse/JahrWird aus den eingegebenen Annahmen automatisch berechnet.

Rechner-Kategorien entdecken

22 Kategorien