#1993 · Rechner für Recht & Compliance

Stichprobenrechner für Patentpflege-Audits

Dieser Rechner schätzt eine statistisch begründete Stichprobengröße für ein Patentpflege-Audit. Er berücksichtigt Grundgesamtheit, Konfidenzniveau, Fehlertoleranz und erwarteten Anteil und wendet anschließend die Korrektur für endliche Populationen an.

Rechner

Audit-Stichprobe
Fälle
%
%
50 % liefert die konservativste Stichprobengröße.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Gesamtzahl der relevanten Fälle eingeben.
  2. Konfidenzniveau auswählen.
  3. Zulässige Fehlertoleranz festlegen.
  4. Erwarteten Anteil angeben oder konservativ 50 % verwenden.
  5. Ergebnis mit fachlichen Risikokriterien ergänzen.

Formel

n₀ = z² × p × (1 − p) ÷ e²
n = n₀ ÷ (1 + (n₀ − 1) ÷ N)

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptergebnis zeigt die geschätzte Mindestzahl statistisch zu prüfender Fälle. Der Stichprobenanteil zeigt, wie stark die Grundgesamtheit abgedeckt wird.

Die Formel unterstützt die quantitative Auditplanung. Interne Methoden, regulatorische Vorgaben oder risikobasierte Auswahlregeln können abweichende Anforderungen vorgeben.

Beispielrechnung

Bei 1.000 Fällen, 95 % Konfidenz, 5 % Fehlertoleranz und 50 % erwartetem Anteil ergibt sich nach Populationskorrektur eine Stichprobe von rund 278 Fällen.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze 50 %, wenn keine belastbare Vorquote vorliegt.
  • Dokumentiere Konfidenzniveau und Fehlertoleranz im Auditplan.
  • Ergänze die Zufallsstichprobe um Hochrisikofälle.
  • Prüfe bei sehr hoher Stichprobenquote eine Vollprüfung.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß sollte die Stichprobe für ein Patentpflege-Audit sein?

Die erforderliche Größe hängt von Grundgesamtheit, gewünschtem Konfidenzniveau, Fehlertoleranz und erwartetem Anteil ab. Der Rechner kombiniert diese Parameter und begrenzt die Stichprobe auf die vorhandene Population.

Warum ergibt 50 % erwarteter Anteil die größte Stichprobe?

Bei einer Anteilsstichprobe ist die statistische Varianz bei 50 % am höchsten. Wenn keine belastbare Vorinformation vorliegt, ist 50 % daher eine konservative Wahl.

Wann sollte ich 99 % statt 95 % Konfidenzniveau verwenden?

Ein höheres Konfidenzniveau erhöht die Stichprobengröße. Es kann sinnvoll sein, wenn die Folgen von Fehlentscheidungen hoch sind oder interne Auditvorgaben dies verlangen.

Was bewirkt eine kleinere Fehlertoleranz?

Je kleiner die zulässige Fehlertoleranz, desto größer wird die erforderliche Stichprobe. Die Stichprobengröße steigt dabei überproportional.

Ersetzt eine statistische Stichprobe risikobasierte Fallauswahl?

Nein. Statistische Auswahl und risikobasierte Prüfung verfolgen unterschiedliche Ziele. Für kritische Bereiche können gezielte Zusatzprüfungen notwendig sein.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
StichprobengrößeMindestzahl statistisch ausgewählter Fälle
KonfidenzniveauGewünschte statistische Sicherheit
FehlertoleranzAkzeptierte Genauigkeitsbreite

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