#2001 · Rechner für Recht & Compliance

AML-Prüfkapazitätsrechner

Dieser Rechner schätzt die operative Kapazität für AML-Fallprüfungen anhand von Teamgröße, verfügbarer Arbeitszeit, produktiver Auslastung und durchschnittlicher Bearbeitungsdauer. Zusätzlich zeigt er die Kapazitätslücke zum erwarteten Fallvolumen und den rechnerischen Mindestpersonalbedarf. Das Ergebnis unterstützt Ressourcen- und Rückstandsplanung, ersetzt aber keine aufsichtsrechtliche oder interne Vorgabe.

Rechner

Kapazitätsannahmen
Personen
Aktiv verfügbare Mitarbeitende.
Std.
Netto geplante Arbeitszeit vor Auslastungsfaktor.
Tage
%
Anteil der Arbeitszeit, der tatsächlich für Prüfungen verfügbar ist.
Min.
Durchschnitt je vollständig bearbeitetem Fall.
Fälle
Für die Kapazitätslücke und den Personalbedarf.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Teamgröße und verfügbare Arbeitszeit festlegen.
  2. Den realistischen produktiven Auslastungsanteil eintragen.
  3. Die mittlere Prüfzeit je Fall angeben.
  4. Das erwartete Fallvolumen ergänzen.
  5. Kapazität, Lücke und Personalbedarf gemeinsam beurteilen.

Formel

Kapazität = Prüfer × Stunden/Tag × 60 × Arbeitstage × Auslastung ÷ Minuten/Fall

Der Mindestpersonalbedarf wird aus Fallvolumen und derselben Zeitlogik auf volle Personen aufgerundet.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Hauptzahl ist die theoretisch bearbeitbare Fallmenge im gewählten Zeitraum. Die Kapazitätslücke vergleicht diese Menge mit dem erwarteten Eingang; ein negativer Wert weist auf potenziellen Rückstau hin.

Planungswert: Qualitätsprüfungen, Eskalationen, Schulungen, technische Ausfälle und gesetzliche Fristen können die tatsächlich nutzbare Kapazität verändern.

Beispielrechnung

Beispiel: 8 Prüfer × 7,5 Std. × 20 Tage × 75 % × 60 ÷ 18 Min. = 3.000 AML-Fallprüfungen. Bei 3.200 eingehenden Fällen ergibt sich eine Lücke von −200 Fällen und rechnerisch ein Bedarf von 9 Prüfern.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze gemessene Median- und Durchschnittszeiten getrennt, wenn Ausreißer häufig sind.
  • Plane einen Puffer für Eskalationen und Qualitätssicherung ein.
  • Rechne Spitzenlast und Normalbetrieb als separate Szenarien.
  • Aktualisiere die Annahmen nach Prozess- oder Tooländerungen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele AML-Fallprüfungen kann ein Prüfer pro Monat realistisch bearbeiten?

Der Rechner teilt die produktiv verfügbare Zeit durch die durchschnittliche Prüfzeit. Pausen, Schulungen und administrative Aufgaben sollten über den Auslastungsfaktor abgebildet werden.

Wie berücksichtige ich komplexe Fälle mit längerer Bearbeitungszeit?

Verwende eine gewichtete durchschnittliche Prüfzeit oder rechne mehrere Szenarien getrennt. So wird die Kapazität nicht durch wenige sehr komplexe Fälle verzerrt.

Was bedeutet eine negative Kapazitätslücke?

Eine negative Lücke bedeutet, dass der erwartete Fallzugang die rechnerische Bearbeitungskapazität übersteigt. Das weist auf möglichen Rückstau hin.

Soll ich Urlaub und Krankheit bei den Arbeitstagen oder bei der Auslastung berücksichtigen?

Beides ist möglich, aber dieselbe Abwesenheit sollte nicht doppelt erfasst werden. Entweder reduzierst du die verfügbaren Arbeitstage oder den produktiven Auslastungsfaktor.

Kann ich mit dem Rechner den Personalbedarf für ein Service-Level planen?

Ja. Der ausgegebene Mindestpersonalbedarf zeigt, wie viele Prüfer für das angegebene Volumen unter den gewählten Zeitannahmen rechnerisch benötigt werden. Service-Level-Puffer sollten zusätzlich eingeplant werden.

Kapazitätsgrößen

GrößeBedeutung
Produktive ZeitArbeitszeit nach Auslastungsfaktor
PrüfzeitMittlere Minuten je abgeschlossenem Fall
KapazitätslückeKapazität minus erwarteter Fallzugang

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