#2031 · Rechner für Logistik & Fertigung

Rechner für Kommissionier-Durchlaufzeit

Schätze die gesamte Durchlaufzeit einer Kommissionierwelle vom Start bis zur Übergabe. Der Rechner kombiniert Laufweg, Greifzeit, Positionen, Auftragsmenge und feste Nebenzeiten, damit du Engpässe im Lagerprozess schneller erkennst und realistische Zeitfenster für die operative Planung ableitest.

Rechner

Betriebsdaten
Aufträge
Positionen
Sek.
Min.
Min.
Personen

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage die aktuellen Betriebswerte in die Eingabefelder ein.
  2. Prüfe, dass alle Werte zum gleichen Zeitraum und Prozessumfang gehören.
  3. Klicke auf Berechnen und prüfe Haupt- und Nebenresultate.
  4. Verändere einzelne Annahmen, um mögliche Verbesserungshebel zu testen.

Formel

Durchlaufzeit = feste Nebenzeit + [Aufträge × (Positionen × Greifzeit ÷ 60 + Laufzeit)] ÷ Kommissionierer

Alle Größen werden mit den in den Eingabefeldern angegebenen Einheiten verwendet. Prozentwerte werden intern als Anteil verarbeitet.

Was das Ergebnis bedeutet

Nutze das Hauptergebnis als Planungswert und interpretiere es zusammen mit den Nebenkennzahlen. Änderungen einzelner Eingaben zeigen, welche operativen Hebel den größten Einfluss auf das Ergebnis haben.

Der Rechner liefert eine operative Schätzung auf Basis deiner Eingaben. Reale Ergebnisse können durch Prozessstreuung, Ausfälle, Spitzenlasten und lokale Rahmenbedingungen abweichen.

Beispielrechnung

Bei 80 Aufträgen, 4 Positionen, 18 Sekunden Greifzeit, 1,8 Minuten Laufzeit, 20 Minuten Nebenzeit und 5 Personen beträgt die geschätzte Wellenzeit 68 Minuten.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Laufwege durch Zonenbildung oder Slotting verkürzen.
  • Große Wellen auf mehrere Teams oder Zeitfenster verteilen.
  • Greifzeit aus realen Scan- oder WMS-Daten ableiten.
  • Nebenzeiten wie Briefing, Gerätewechsel und Übergabe separat erfassen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Eingaben beeinflussen den Rechner für Kommissionier-Durchlaufzeit am stärksten?

Die stärkste Wirkung haben die Eingaben, die direkt im Nenner oder als größter Zeit- bzw. Kostenblock in der Formel stehen. Nutze möglichst aktuelle Betriebsdaten und teste mehrere realistische Szenarien.

Wie gehe ich mit stark schwankenden Tageswerten um?

Berechne typische, schwache und starke Betriebstage getrennt. Ein einzelner Durchschnitt kann Spitzen, Warteschlangen oder Kapazitätsengpässe verdecken.

Soll ich Sollwerte oder gemessene Ist-Werte eingeben?

Für eine Standortbestimmung sind Ist-Werte sinnvoll. Für Planung und Zielsetzung kannst du anschließend Sollwerte einsetzen und die Abweichung zum Ist-Zustand vergleichen.

Kann ich die Berechnung für einzelne Schichten oder Bereiche verwenden?

Ja. Verwende dann ausschließlich Werte derselben Schicht, Zone oder Prozessgrenze. Gemischte Zeiträume oder organisatorische Ebenen verfälschen die Aussage.

Warum kann das reale Ergebnis vom Rechnerwert abweichen?

Der Rechner bildet die angegebenen Annahmen deterministisch ab. Störungen, Nachfragevariabilität, Personalwechsel, Verkehrs- oder Systemeffekte können in der Praxis zusätzliche Streuung verursachen.

Kennzahlen und Einsatz

ModulNutzen
HauptergebnisZentrale Kennzahl für die operative Entscheidung
NebenkennzahlenErgänzen das Ergebnis um Kapazitäts-, Zeit- oder Kostenperspektiven
SzenariovergleichDurch geänderte Eingaben lassen sich alternative Betriebsannahmen direkt prüfen

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