#2140 · Rechner für Logistik & Fertigung

Montagelinien-Taktzeitrechner

Dieser Taktzeitrechner übersetzt den Produktionsbedarf in ein klares Zeitlimit pro Einheit. Aus Schichtdauer, geplanten Pausen, weiteren fest eingeplanten Unterbrechungen und der geforderten Stückzahl wird die verfügbare Nettozeit bestimmt. Durch den Vergleich mit der aktuellen Zykluszeit erkennst du sofort, ob der Prozess den Bedarf rechnerisch erfüllen kann und wie groß Zeitpuffer oder Kapazitätslücke sind.

Rechner

Produktionsdaten
min
min
min
Stk.
s/Teil

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage die gesamte Schichtdauer ein.
  2. Ziehe geplante Pausen und sonstige geplante Unterbrechungen ab.
  3. Gib den Produktionsbedarf je Schicht und die aktuell gemessene Zykluszeit ein.
  4. Vergleiche berechnete Taktzeit, Zykluszeit und Bedarfsdeckung.

Formel

Taktzeit = Netto verfügbare Produktionszeit ÷ Kunden- bzw. Produktionsbedarf

Ist die tatsächliche Zykluszeit kleiner oder gleich der Taktzeit, ist die rechnerische Kapazität ausreichend.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Taktzeit ist keine gemessene Prozesszeit, sondern die maximal verfügbare Zeit pro Einheit, damit der Bedarf innerhalb der Netto-Schichtzeit erfüllt werden kann. Der Vergleich mit der tatsächlichen Zykluszeit macht eine Kapazitätslücke unmittelbar sichtbar.

Ungeplante Störungen gehören nicht in die geplante Nettozeit. Wenn sie regelmäßig auftreten, sollte zusätzlich mit einer realistischen Verfügbarkeit oder OEE geprüft werden.

Beispielrechnung

Bei 480 Minuten Schichtdauer, 30 Minuten Pause, 20 Minuten weiteren Unterbrechungen und 300 Teilen Bedarf bleiben 430 Minuten netto. Die erforderliche Taktzeit beträgt 86,0 Sekunden je Teil. Bei 80 Sekunden aktueller Zykluszeit besteht ein Puffer von 6 Sekunden je Teil.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze den realen Bedarf für dieselbe Schicht oder denselben Planungshorizont.
  • Ziehe nur geplante, sichere Unterbrechungen von der verfügbaren Zeit ab.
  • Vergleiche Taktzeit mit dem Engpasszyklus, nicht mit einem Linienmittelwert.
  • Plane bei hoher Störanfälligkeit zusätzlichen Kapazitätspuffer außerhalb der reinen Taktformel ein.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich die Taktzeit für eine Montagelinie?

Teile die netto verfügbare Produktionszeit in Sekunden durch den geforderten Stückbedarf derselben Schicht.

Soll ich Pausen von der Schichtzeit abziehen?

Ja. Geplante Pausen und andere sicher nicht produktive Zeitfenster werden vor der Taktberechnung von der Schichtzeit abgezogen.

Was bedeutet es, wenn die Zykluszeit größer als die Taktzeit ist?

Dann ist der Prozess rechnerisch zu langsam, um den eingegebenen Bedarf innerhalb der verfügbaren Nettozeit zu erfüllen.

Kann eine kürzere Taktzeit durch zusätzliche Parallelstationen erreicht werden?

Zusätzliche parallele Kapazität kann die effektive Ausbringung erhöhen. Ob dies sinnvoll ist, hängt vom Prozessaufbau und dem tatsächlichen Engpass ab.

Warum unterscheidet sich Taktzeit von OEE oder Durchsatz?

Taktzeit leitet sich aus Bedarf und verfügbarer Zeit ab. OEE bewertet Verluste, während Durchsatz den tatsächlich oder rechnerisch erzielbaren Output pro Zeit beschreibt.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
TaktzeitMaximal verfügbare Zeit je benötigter Einheit
NettozeitSchichtdauer abzüglich geplanter Unterbrechungen
ZeitabstandTaktzeit minus aktuelle Zykluszeit
BedarfsdeckungKapazität bei aktueller Zykluszeit im Verhältnis zum Bedarf

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