#726 · Rechner für Unternehmen

Dienstleistungspreis-Rechner

Leite einen Verkaufspreis aus deinen tatsächlichen Leistungskosten statt aus Bauchgefühl ab. Der Rechner kombiniert Arbeitszeit, internen Kostensatz, Material und Gemeinkosten und berechnet den Preis, der erforderlich ist, um eine gewünschte Gewinnmarge auf den Verkaufspreis zu erreichen.

Rechner

Eingaben
h
Durchschnittliche direkte Arbeitszeit.
€/h
Vollkostensatz der eingesetzten Arbeitszeit.
Direkte Zusatzkosten je Leistung.
%
Zuschlag auf Arbeits- und Materialkosten.
%
Gewünschter Gewinnanteil am Verkaufspreis.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Arbeitszeit und internen Vollkostensatz je Leistung angeben.
  2. Direkte Material- oder Fremdleistungskosten ergänzen.
  3. Gemeinkostenzuschlag festlegen.
  4. Gewünschte Marge eingeben und Preis mit Markt und Kundennutzen abgleichen.

Formel

Vollkosten = (Arbeitsstunden × interner Kostensatz + Material) × (1 + Gemeinkostenzuschlag ÷ 100)
Verkaufspreis = Vollkosten ÷ (1 − Zielmarge ÷ 100)

Was das Ergebnis bedeutet

Der Hauptwert ist der rechnerisch erforderliche Verkaufspreis für die gewünschte Marge. Er ist nicht automatisch der marktgängige Preis und sollte mit Zahlungsbereitschaft und Wettbewerb abgeglichen werden.

Marge und Aufschlag sind nicht dasselbe. Dieser Rechner verwendet eine Gewinnmarge bezogen auf den Verkaufspreis.

Beispielrechnung

3 h × 38 € + 25 € = 139 € direkte Kosten. Mit 20 % Gemeinkosten entstehen 166,80 € Vollkosten. Bei 30 % Zielmarge ergibt sich 238,29 € Verkaufspreis.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze nachkalkulierte Arbeitszeiten statt nur Angebotsannahmen.
  • Prüfe Preisvarianten mit unterschiedlichen Zielmargen.
  • Runde Verkaufspreise bewusst, statt die Kalkulation unbemerkt zu verschlechtern.
  • Berücksichtige Rabatte bereits bei der gewünschten Zielmarge oder kalkuliere sie separat ein.

Häufig gestellte Fragen

Wie kalkuliere ich einen Dienstleistungspreis mit gewünschter Marge?

Berechne zuerst die Vollkosten und teile sie durch eins minus Zielmarge. Bei 30 % Marge wird also durch 0,70 geteilt.

Warum ist ein 30-Prozent-Aufschlag nicht dasselbe wie 30 Prozent Marge?

Ein Aufschlag bezieht sich auf die Kosten, eine Marge auf den Verkaufspreis. Deshalb führt ein 30-%-Aufschlag zu einer niedrigeren Verkaufsmarge.

Soll ich meinen eigenen Unternehmerlohn im Kostensatz berücksichtigen?

Ja, wenn deine Arbeitszeit wirtschaftlich als Kostenbestandteil der Leistung angesetzt werden soll.

Wie berücksichtige ich Rabatte im kalkulierten Preis?

Wenn Rabatte regelmäßig vorkommen, kalkuliere einen Listenpreis, dessen durchschnittlicher realisierter Preis nach Rabatt noch deine Zielmarge erreicht.

Was mache ich, wenn der kalkulierte Preis deutlich über dem Markt liegt?

Prüfe Leistungsumfang, Prozesszeit, Einkaufskosten, Zielmarge und Positionierung. Eine reine Preissenkung ohne Kostenanpassung reduziert die Marge.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
VollkostenDirekte Kosten inklusive Gemeinkostenzuschlag.
ZielgewinnDifferenz zwischen kalkuliertem Preis und Vollkosten.
Effektiver StundenpreisVerkaufspreis geteilt durch direkte Arbeitsstunden.

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