#782 · Rechner für KI & Technologie

RAG-GPU-Bedarfsrechner

Dieser Rechner schätzt den GPU-Bedarf eines RAG-Systems anhand des erwarteten Anfragevolumens und der durchschnittlichen Generierungslast. Aus Anfragen pro Sekunde, Token pro Antwort, gemessener GPU-Tokenleistung und einem Ziel für die maximale Auslastung entsteht eine belastbare Kapazitätsschätzung mit Reserve.

Rechner

Technische Annahmen
req/s
Token
Token/s
%
×

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage deine gemessenen oder geplanten Systemwerte ein.
  2. Verwende realistische Produktionswerte statt theoretischer Maximalwerte.
  3. Klicke auf „Berechnen“ und prüfe Haupt- sowie Nebenresultate.
  4. Vergleiche bei Unsicherheit mehrere Szenarien mit konservativeren Annahmen.

Formel

Tokenbedarf/s = Anfragen/s × Token je Antwort
Effektive GPU-Leistung = GPU-Token/s × Zielauslastung
GPU-Anzahl = Aufrunden((Tokenbedarf ÷ effektive Leistung) × Redundanzfaktor)

Was das Ergebnis bedeutet

Die Hauptzahl ist die minimale ganzzahlige GPU-Anzahl unter deinen Annahmen. Die Reserve zeigt, wie viel zusätzliche effektive Tokenkapazität nach der Rundung verbleibt.

Retrieval selbst kann CPU-, RAM- oder separate GPU-Ressourcen benötigen. Dieser Rechner dimensioniert primär die Generierungsseite.

Beispielrechnung

8 Anfragen/s × 450 Token ergeben 3.600 Token/s Bedarf. Bei 2.200 Token/s pro GPU und 70 % Zielauslastung sind effektiv 1.540 Token/s verfügbar. Mit Faktor 1,2 werden 3 GPUs benötigt.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze nach Möglichkeit Messwerte aus Lasttests oder Produktionsmetriken.
  • Plane Reserve für Lastspitzen, Retries und Komponenten-Overhead ein.
  • Teste Änderungen an Chunking, Caching, Parallelität oder Hardware getrennt, damit Effekte messbar bleiben.
  • Überprüfe Annahmen erneut, wenn Modell, Index, Datenvolumen oder Traffic-Mix geändert werden.

Häufig gestellte Fragen

Welche GPU-Tokenleistung sollte ich für einen RAG-GPU-Rechner verwenden?

Nutze möglichst einen eigenen Benchmark mit deinem Modell, Quantisierungsgrad, Batch-Verhalten und typischen Antwortlängen.

Warum wird die GPU-Auslastung nicht auf 100 Prozent gesetzt?

Ein niedrigeres Auslastungsziel lässt Reserve für Lastspitzen, längere Sequenzen, Scheduling und Performance-Schwankungen.

Zählen Prompt-Token ebenfalls zum GPU-Bedarf?

Sie können relevant sein. Dieser Rechner fokussiert die generierte Tokenrate; bei langen Kontexten sollte die gemessene GPU-Leistung bereits Prefill-Kosten enthalten.

Wie berücksichtige ich Hochverfügbarkeit bei der GPU-Anzahl?

Der Redundanzfaktor erhöht den rechnerischen Bedarf vor der Aufrundung und kann so zusätzliche Kapazität für Failover abbilden.

Kann eine schnellere GPU die Anzahl benötigter GPUs linear senken?

Nur näherungsweise. Speicher, Batching, Kommunikation und Modellgröße können eine perfekte lineare Skalierung verhindern.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
TokenbedarfGesamte Generierungslast pro Sekunde.
Effektive GPU-LeistungBenchmark-Leistung begrenzt auf das gewählte Auslastungsziel.
KapazitätsreserveZusätzliche effektive Leistung nach der ganzzahligen GPU-Rundung.

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