#797 · Rechner für KI & Technologie

Fine-Tuning-Latenzkapazitätsrechner

Dieser Rechner bewertet, wie sich eine veränderte Inferenzlatenz nach Fine-Tuning auf die Kapazität eines Dienstes auswirken kann. Du vergleichst die gemessene Basislatenz mit der Latenz des feinabgestimmten Modells, gibst die verfügbare Parallelität und deine erwartete Anfragerate an. Das Ergebnis zeigt die theoretische Kapazität, den relativen Kapazitätsgewinn und die verbleibende Reserve gegenüber der geplanten Last.

Rechner

Eingaben
ms
ms
Slots
Aufgaben/s

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage gemessene oder realistisch geplante Ausgangswerte ein.
  2. Prüfe Einheiten, Preise und Prozentwerte sorgfältig.
  3. Klicke auf „Berechnen“ und lies Hauptwert sowie Nebenkennzahlen gemeinsam.
  4. Verändere einen Parameter nach dem anderen, um Szenarien sauber zu vergleichen.

Formel

Kapazität = Parallelität × 1.000 / Latenz in ms

Kapazitätsveränderung = Fine-Tuning-Kapazität / Basiskapazität − 1

Was das Ergebnis bedeutet

Die Hauptzahl ist eine idealisierte Anfragekapazität auf Basis von Parallelität und gemessener End-to-End-Latenz. Sie eignet sich für Szenariovergleiche, ersetzt aber keinen Lasttest.

Fine-Tuning kann Qualität, Prompt-Länge oder Modellauswahl verändern. Eine niedrigere Latenz ist nicht automatisch garantiert und sollte gemessen werden.

Beispielrechnung

Bei 700 ms Basislatenz, 520 ms Fine-Tuning-Latenz und 24 parallelen Slots steigt die theoretische Kapazität von 34,29 auf 46,15 Aufgaben/s. Bei 30 Aufgaben/s Last bleiben rund 16,15 Aufgaben/s Reserve.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Vergleiche Latenzen mit derselben Hardware, Batch-Größe und Ausgabe-Länge.
  • Nutze P95-Latenz für konservative Kapazitätsplanung.
  • Beobachte Quality-Latency-Trade-offs nach dem Fine-Tuning.
  • Plane zusätzliche Reserve für Retries und Lastspitzen.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich die Anfragekapazität eines feinabgestimmten Modells aus der Latenz?

Bei fester Parallelität teilt der Rechner die verfügbaren parallelen Millisekunden durch die gemessene Latenz und erhält daraus eine theoretische Aufgabenrate.

Was bedeutet negative Reserve im Fine-Tuning-Latenzrechner?

Die erwartete Last liegt über der berechneten Kapazität. Das Szenario wäre ohne zusätzliche Parallelität oder niedrigere Latenz überlastet.

Kann Fine-Tuning die Inferenzlatenz immer reduzieren?

Nein. Die Auswirkung hängt von Modell, Prompt-Länge, Architektur und Serving-Stack ab. Deshalb verwendet der Rechner gemessene Latenzwerte als Eingabe.

Welche Latenz sollte ich für Kapazitätsplanung verwenden?

Für konservative Planung ist ein hoher Perzentilwert wie P95 oft geeigneter als der Median, sofern er aus repräsentativer Last stammt.

Wie wirkt zusätzliche Parallelität auf die berechnete Fine-Tuning-Kapazität?

In der vereinfachten Formel steigt die theoretische Kapazität proportional zur Parallelität, solange die Latenz unter höherer Last stabil bleibt.

Latenzkapazität

KennzahlBedeutung
BasiskapazitätKapazität mit ursprünglicher Latenz
Fine-Tuning-KapazitätKapazität mit neuer Latenz
ReserveKapazität minus erwartete Last

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