#897 · Rechner für KI & Technologie

KI-Dokumentverarbeitung: GPU-Bedarfsrechner

Der GPU-Bedarfsrechner übersetzt Dokumentvolumen in erforderlichen Modell-Durchsatz. Aus Dokumenten pro Stunde und Tokens pro Dokument entsteht eine Tokenrate, die mit der gemessenen Leistung einer GPU verglichen wird. Zielauslastung und Redundanz verhindern, dass eine rechnerische Spitzenleistung als dauerhaft nutzbare Produktionskapazität interpretiert wird.

Rechner

Lastprofil und GPU-Leistung
Dok./h
Token
Token/s
%
%

So verwendest du diesen Rechner

  1. Erfasse das erwartete Dokumentvolumen pro Stunde.
  2. Bestimme die tatsächlich verarbeiteten Tokens pro Dokument.
  3. Trage die gemessene Tokenrate einer GPU für dein Modell ein.
  4. Setze Zielauslastung und Redundanzreserve.
  5. Prüfe die berechnete GPU-Anzahl gegen Lasttests.

Formel

Erforderliche Tokenrate = Dokumente/h × Tokens/Dokument ÷ 3.600
Nutzbare GPU-Leistung = gemessene Token/s × Zielauslastung
GPU-Anzahl = Aufrunden[(erforderliche Tokenrate ÷ nutzbare GPU-Leistung) × (1 + Redundanz)]

Was das Ergebnis bedeutet

Die GPU-Anzahl ist eine Kapazitätsschätzung auf Basis gemessener Tokenleistung. Sie ersetzt keinen Benchmark mit dem konkreten Modell, Quantisierungsgrad, Batch-Setup und Dokumentmix.

GPU-Tokenraten sind stark modell- und hardwareabhängig. Verwende eigene Lasttests statt Hersteller-Spitzenwerte, wenn Produktionsplanung oder Beschaffung davon abhängen.

Beispielrechnung

6.000 Dokumente pro Stunde mit je 4.000 Tokens erfordern rund 6.667 Token/s. Eine GPU mit 12.000 Token/s Benchmark und 75 % Zielauslastung liefert 9.000 nutzbare Token/s. Mit 20 % Reserve ergibt sich rechnerisch eine GPU.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Benchmarke mit dem tatsächlichen Modell und Kontextfenster.
  • Berücksichtige Batch-Größe und Speicherlimitierung.
  • Plane Redundanz für Wartung und Ausfälle ein.
  • Teste zusätzlich Lastspitzen statt nur Stundenmittelwerte.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele GPUs brauche ich für 10.000 Dokumente pro Stunde?

Das hängt von Tokens je Dokument und der gemessenen Tokenrate pro GPU ab. Der Rechner wandelt das Dokumentvolumen in eine erforderliche Tokenrate um und berücksichtigt Zielauslastung sowie Redundanz.

Welche Tokenrate pro GPU soll ich eintragen?

Verwende möglichst einen eigenen Benchmark mit demselben Modell, derselben Präzision, Batch-Größe und ähnlichen Kontextlängen wie in der Produktion.

Warum wird eine Zielauslastung kleiner als 100 % verwendet?

Damit noch Reserve für Lastspitzen, langsamere Requests, Scheduler-Overhead und schwankende Tokenlängen bleibt.

Wie berücksichtige ich eine N+1-Redundanz?

Der Prozentaufschlag bildet eine proportionale Reserve ab. Für eine feste N+1-Strategie kannst du zusätzlich eine GPU zur berechneten Mindestanzahl einplanen.

Sind Eingabe- und Ausgabetokens für GPU-Bedarf gleich relevant?

Nicht immer. Prefill und Decoding können unterschiedliche Leistungsprofile haben. Für eine einfache Kapazitätsplanung nutzt der Rechner eine gemeinsame gemessene Tokenrate über deinen realen Workload.

GPU-Dimensionierung

GrößePlanungsrolle
TokenrateRechenlast des Workloads
GPU-BenchmarkGemessene Leistung je GPU
RedundanzZusätzliche Kapazitätsreserve

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