#1674 · Rechner für KI & Technologie

Erwarteten Verlust durch Drittanbieter-Risiken berechnen

Dieser Rechner quantifiziert den erwarteten Jahresverlust aus kritischen Drittanbieter-Beziehungen. Er kombiniert die Zahl relevanter Anbieter mit deren durchschnittlicher jährlicher Vorfallwahrscheinlichkeit und dem typischen finanziellen Schaden. Eine Deckungsquote kann abbilden, welcher Anteil durch Versicherung, Vertragsklauseln oder andere belastbare Erstattungen voraussichtlich kompensiert wird.

Rechner

Drittanbieter-Risiko
Anbieter
Anzahl der Anbieter, deren Ausfall oder Sicherheitsvorfall wesentliche Auswirkungen hätte.
%
Durchschnittliche jährliche Wahrscheinlichkeit eines relevanten Vorfalls pro kritischem Anbieter.
Direkte und plausible indirekte Kosten eines typischen Vorfalls.
%
Anteil, der voraussichtlich durch Versicherung oder vertragliche Erstattung kompensiert wird.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Zähle nur Drittanbieter mit wesentlicher Geschäfts- oder Sicherheitskritikalität.
  2. Schätze eine durchschnittliche jährliche Vorfallwahrscheinlichkeit.
  3. Trage den typischen Gesamtschaden eines relevanten Vorfalls ein.
  4. Ziehe nur belastbare Erstattungs- oder Deckungsanteile ab.

Formel

Erwartete Vorfälle = kritische Anbieter × Vorfallwahrscheinlichkeit. Bruttoverlust = erwartete Vorfälle × Durchschnittsschaden. Nettoverlust = Bruttoverlust × (1 − Deckungsquote).

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptergebnis zeigt den langfristigen durchschnittlichen Jahresverlust unter den eingegebenen Annahmen. Einzelne Jahre können deutlich darüber oder darunter liegen.

Die Rechnung setzt eine vereinfachte durchschnittliche Vorfallwahrscheinlichkeit voraus. Gemeinsame Abhängigkeiten, Konzentrationsrisiken oder ein Ausfall desselben Cloud- oder Plattformanbieters können zu korrelierten Schäden führen.

Beispielrechnung

Bei 8 kritischen Anbietern, 6 % Vorfallwahrscheinlichkeit und 150.000 € Schaden je Vorfall ergeben sich 0,48 erwartete Vorfälle und 72.000 € Brutto-Erwartungsverlust pro Jahr. Bei 20 % Deckung verbleiben 57.600 €.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Segmentiere Anbieter nach Kritikalität statt alle mit derselben Wahrscheinlichkeit zu bewerten.
  • Nutze realistische Erstattungsquoten statt den nominalen Versicherungsrahmen.
  • Berücksichtige Betriebsunterbrechung, Datenverlust und Wechselkosten im Schaden.
  • Führe für besonders konzentrierte Abhängigkeiten separate Szenarien durch.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich den erwarteten Jahresverlust für mehrere kritische Lieferanten?

Multipliziere die Zahl der kritischen Anbieter mit der durchschnittlichen Vorfallwahrscheinlichkeit und anschließend mit dem durchschnittlichen Schaden je Vorfall.

Soll ich Vertragsstrafen und Versicherungsleistungen als Deckung abziehen?

Nur soweit eine Erstattung im relevanten Szenario realistisch, rechtlich durchsetzbar und wirtschaftlich tatsächlich verfügbar ist.

Wie gehe ich mit sehr unterschiedlichen Drittanbieter-Risikoklassen um?

Berechne getrennte Szenarien pro Risikoklasse und addiere die Netto-Erwartungsverluste, statt einen unpassenden Gesamtdurchschnitt zu verwenden.

Warum kann der erwartete Verlust kleiner als ein einzelner Vorfallschaden sein?

Der Erwartungsverlust gewichtet den Einzelschaden mit der Eintrittswahrscheinlichkeit und ist daher ein langfristiger Durchschnittswert.

Berücksichtigt der Rechner gleichzeitige Ausfälle mehrerer Anbieter?

Nein. Korrelationen und gemeinsame Abhängigkeiten werden nicht explizit modelliert und sollten bei Konzentrationsrisiken separat betrachtet werden.

Ergebniskennzahlen

KennzahlBedeutung
HauptergebnisZentrale Entscheidungskennzahl aus den eingegebenen Annahmen.
Erwartete Vorfälle pro JahrErster ergänzender Wert zur Einordnung des Ergebnisses.
Brutto-ErwartungsverlustZweiter ergänzender Wert für Kosten-, Risiko- oder Zeitvergleich.

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