#1675 · Rechner für KI & Technologie

Ausfallkosten durch Drittanbieter-Risiken berechnen

Der Rechner schätzt die finanziellen Folgen eines konkreten Drittanbieter-Ausfalls. Er kombiniert die Ausfalldauer mit Umsatz- beziehungsweise Deckungsbeitragsverlusten und internen Produktivitätskosten. Zusätzlich können einmalige Wiederherstellungskosten und eine realistisch erwartete vertragliche Erstattung berücksichtigt werden. Das unterstützt Notfallplanung, SLA-Verhandlungen und Business-Continuity-Szenarien.

Rechner

Ausfallkosten
Std.
Gesamtdauer, in der der Drittanbieter die kritische Leistung nicht verfügbar bereitstellt.
€/Std.
Nicht Umsatz, sondern möglichst der tatsächlich entgehende wirtschaftliche Beitrag.
€/Std.
Kosten für blockierte oder ineffiziente interne Arbeitszeit.
Zusätzlicher Aufwand für Notbetrieb, Migration, Analyse oder Wiederanlauf.
Realistisch einbringbare Gutschrift, SLA-Kompensation oder Schadenersatzleistung.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Schätze die realistische Ausfalldauer des Drittanbieters.
  2. Bestimme den wirtschaftlichen Verlust und interne Produktivitätskosten je Stunde.
  3. Ergänze einmalige Wiederherstellungs- oder Notbetriebskosten.
  4. Ziehe nur wahrscheinlich realisierbare Erstattungen ab.

Formel

Bruttokosten = Ausfallstunden × (verlorener Deckungsbeitrag pro Stunde + Produktivitätskosten pro Stunde) + Wiederherstellungskosten. Nettokosten = max(0, Bruttokosten − Erstattung).

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptergebnis ist die geschätzte Nettobelastung des betrachteten Ausfalls. Es macht sichtbar, wie stark sich Ausfalldauer und interne Abhängigkeit finanziell auswirken.

SLA-Gutschriften entsprechen häufig nicht dem tatsächlichen wirtschaftlichen Schaden. Setze nur Beträge an, die im konkreten Szenario wahrscheinlich realisiert werden können.

Beispielrechnung

10 Stunden Ausfall mit 6.000 € verlorenem Deckungsbeitrag und 2.500 € Produktivitätskosten pro Stunde verursachen 85.000 € zeitabhängige Kosten. Mit 12.000 € Wiederherstellungskosten und 5.000 € Erstattung verbleiben 92.000 € Nettokosten.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Verwende Deckungsbeitrag statt Bruttoumsatz, wenn möglich.
  • Schätze Produktivitätskosten nur für tatsächlich betroffene Teams.
  • Trenne SLA-Gutschriften von versicherten Schadenersatzleistungen.
  • Rechne kurze, mittlere und schwere Ausfallszenarien separat.

Häufig gestellte Fragen

Soll ich bei Drittanbieter-Ausfällen Umsatz oder Deckungsbeitrag pro Stunde verwenden?

Wenn möglich, verwende den entgehenden Deckungsbeitrag, weil Bruttoumsatz die wirtschaftliche Verlustwirkung häufig überschätzt.

Wie berücksichtige ich SLA-Gutschriften bei Ausfallkosten?

Trage nur die im konkreten Vertrag realistisch erwartete Gutschrift oder Erstattung ein und ziehe sie von den Bruttokosten ab.

Welche internen Produktivitätskosten gehören in die Berechnung?

Berücksichtige die Kosten der tatsächlich blockierten oder deutlich ineffizienteren Arbeitszeit betroffener Teams während des Ausfalls.

Was passiert, wenn die Erstattung höher als die berechneten Bruttokosten ist?

Der Rechner begrenzt die Nettokosten auf null und weist keine negativen Ausfallkosten aus.

Kann ich die Kosten eines Cloud-Anbieter-Ausfalls mit diesem Rechner schätzen?

Ja, sofern du Ausfalldauer, wirtschaftlichen Verlust pro Stunde, interne Produktivitätskosten, Wiederherstellungsaufwand und mögliche Erstattung sinnvoll schätzen kannst.

Ergebniskennzahlen

KennzahlBedeutung
HauptergebnisZentrale Entscheidungskennzahl aus den eingegebenen Annahmen.
Zeitabhängige BetriebskostenErster ergänzender Wert zur Einordnung des Ergebnisses.
Brutto-AusfallkostenZweiter ergänzender Wert für Kosten-, Risiko- oder Zeitvergleich.

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