#1924 · Rechner für Steuern & Versicherungen

Bedarf an Cyberversicherung berechnen

Schätze einen sinnvollen Deckungsbedarf für Cyberrisiken aus Datenvorfall, Betriebsunterbrechung, Wiederherstellung und Rechtskosten. Der Rechner bündelt mehrere konkrete Verlusttreiber zu einem schweren Schadenszenario und zieht verfügbare Eigenreserven ab.

Rechner

Cyber-Schadenszenario
Geschätzte Zahl betroffener Datensätze.
Interne Annahme für Benachrichtigung, Prüfung und Wiederherstellung je Datensatz.
Std.
Geschätzte Betriebsunterbrechung.
Deckungsbeitrag, Mehrkosten oder produktive Verluste je Stunde.
Forensik, Wiederaufbau, externe IT-Unterstützung.
Rechtsberatung, Kommunikation und sonstige Reaktionskosten.
Liquidität, die bewusst für einen Cybervorfall eingesetzt werden kann.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage deine eigenen Vertrags-, Budget- und Risikowerte ein.
  2. Prüfe Einheiten und Prozentangaben sorgfältig.
  3. Klicke auf „Berechnen“ und vergleiche Haupt- und Nebenresultate.
  4. Ändere kritische Annahmen, um alternative Szenarien zu testen.

Formel

Bruttoschaden = Datensätze × Kosten je Datensatz + Ausfallstunden × Kosten je Stunde + Wiederherstellung + Rechts-/Krisenkosten. Deckungsbedarf = max(0, Bruttoschaden − Eigenreserve).

Was das Ergebnis bedeutet

Der resultierende Deckungsbedarf ist eine Szenariogröße für einen definierten schweren Vorfall, kein allgemeingültiger Versicherungshöchstbetrag. Vertragslimits und Sublimits müssen separat geprüft werden.

Verwende eigene Kostenannahmen oder Werte aus Risikobewertungen. Der Rechner enthält bewusst keine behaupteten Branchen-Durchschnittswerte.

Beispielrechnung

2.500 Datensätze × 45 € plus 24 Stunden × 1.500 € sowie 40.000 € Wiederherstellung und 30.000 € Rechtskosten ergeben 218.500 € Bruttoschaden. Nach 50.000 € Reserve verbleiben 168.500 € potenzieller Deckungsbedarf.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze möglichst eigene Vertragsdaten statt pauschaler Annahmen.
  • Rechne mindestens ein Basis-, ein vorsichtiges und ein Stressszenario.
  • Prüfe Selbstbehalte, Sublimits und Ausschlüsse getrennt vom reinen Zahlenvergleich.
  • Halte Wahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als getrennte Annahmen fest.
  • Dokumentiere, wann du Eingabewerte zuletzt aktualisiert hast.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch sollte die Cyberversicherung für ein kleines Unternehmen sein?

Eine sinnvolle Grenze lässt sich aus einem konkreten schweren Schadensszenario und der eigenen tragbaren Reserve ableiten; pauschale Beträge sind ohne Unternehmensdaten wenig belastbar.

Welche Kosten sollte ich in den Cyber-Deckungsbedarf einbeziehen?

Typisch sind Datenreaktion, Betriebsunterbrechung, technische Wiederherstellung, Rechtsberatung und Krisenkommunikation, soweit sie für dein Szenario relevant sind.

Warum zieht der Rechner Eigenreserven vom Deckungsbedarf ab?

Weil ein Teil des Risikos bewusst selbst getragen werden kann. Versicherung wird dann vor allem für den nicht tragbaren Restbetrag betrachtet.

Berücksichtigt der Rechner Haftpflichtansprüche Dritter?

Nur soweit du sie in Rechts- und Krisenkosten oder zusätzliche Szenariowerte einbeziehst. Konkrete Haftpflichtlimits sollten separat modelliert werden.

Wie gehe ich mit Sublimits einer Cyberversicherung um?

Vergleiche jede wichtige Kostenart zusätzlich mit den jeweiligen Sublimits, denn eine hohe Gesamtdeckung kann durch Teilgrenzen eingeschränkt sein.

Ergebniskennzahlen

KennzahlFunktion
Brutto-SchadensszenarioWird aus deinen Eingaben direkt berechnet und dient dem Szenariovergleich.
Durch Reserve abgedecktWird aus deinen Eingaben direkt berechnet und dient dem Szenariovergleich.
Ungedeckter BetragWird aus deinen Eingaben direkt berechnet und dient dem Szenariovergleich.

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