#2450 · Rechner für Gesundheit & Fitness

Wartezeitrechner für Radiologieeinheiten

Dieser Rechner schätzt die mittlere Wartezeit für Patient in einer Radiologieeinheit mit einem vereinfachten M/M/c-Warteschlangenmodell nach Erlang C. Benötigt werden durchschnittliche Ankünfte pro Stunde, mittlere Bearbeitungszeit und die Zahl parallel arbeitender Geräte. Neben der erwarteten Wartezeit werden Systemauslastung, Wahrscheinlichkeit einer Wartephase und gesamte Zeit im System ausgegeben. Das Modell ist für Kapazitätsszenarien gedacht und kann reale Priorisierung, Terminsteuerung oder stark schwankende Ankünfte nur eingeschränkt abbilden.

Rechner

Eingaben
/h
Durchschnittliche Ankunftsrate im betrachteten Zeitfenster.
min
Mittlere aktive Bearbeitungszeit je Fall.
Gleichzeitig arbeitende Bedienkanäle, Geräte oder Arbeitsplätze.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Die durchschnittliche Ankunftsrate pro Stunde für ein vergleichbares Zeitfenster bestimmen.
  2. Die mittlere aktive Bearbeitungszeit je Fall eingeben.
  3. Die Zahl gleichzeitig arbeitender Bedienkanäle angeben.
  4. Berechnen und zuerst prüfen, ob die Auslastung unter 100 % liegt.
  5. Wartezeit und Wartewahrscheinlichkeit in mehreren Nachfrageszenarien vergleichen.

Formel

Erlang-C-Modell (M/M/c): ρ = λ ÷ (c × μ). Für ρ < 1 wird die Wartewahrscheinlichkeit aus Erlang C berechnet; mittlere Wartezeit Wq = P(Warten) ÷ (cμ − λ).

λ ist die Ankunftsrate pro Stunde, μ = 60 ÷ Bearbeitungsminuten und c die Zahl paralleler Bedienkanäle.

Was das Ergebnis bedeutet

Die mittlere Wartezeit Wq beschreibt die rechnerische Zeit vor Beginn der Bearbeitung. Die Systemzeit addiert die Bearbeitungszeit. Bei hoher Auslastung steigt die Wartezeit überproportional.

Erlang C nimmt zufällige, unabhängige Ankünfte und exponentiell verteilte Bedienzeiten bei einer gemeinsamen Warteschlange an. Terminplanung, Prioritäten, Batch-Verarbeitung oder stark unterschiedliche Falltypen können zu abweichenden Realwerten führen.

Beispielrechnung

Bei 7 Ankünften pro Stunde, 25 Minuten Bearbeitungszeit und 4 parallelen Geräte beträgt die Auslastung 72,9 %. Erlang C ergibt eine Wartewahrscheinlichkeit von 47,5 % und eine mittlere Wartezeit von 11,0 Minuten. Mit Bearbeitung liegt die mittlere Systemzeit bei 36,0 Minuten.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Berechne Spitzenstunden separat statt nur einen Tagesdurchschnitt zu verwenden.
  • Nutze reale Bearbeitungszeiten aus derselben Fallgruppe.
  • Prüfe Szenarien mit einem zusätzlichen Bedienkanal oder kürzerer Prozesszeit.
  • Interpretierte Werte nahe 100 % Auslastung mit Vorsicht, weil Wartezeiten dort stark ansteigen.
  • Vergleiche Modellergebnisse mit beobachteten Wartezeiten und kalibriere die Eingaben.

Häufig gestellte Fragen

Warum zeigt der Rechner bei 100 % Auslastung keine endliche Wartezeit?

Im stationären M/M/c-Modell muss die durchschnittliche Gesamtkapazität größer als die Ankunftsrate sein. Ab 100 % wächst die Warteschlange rechnerisch ohne stabile Obergrenze.

Was ist der Unterschied zwischen Wartezeit und Gesamtzeit im System?

Die Wartezeit endet mit dem Beginn der Bearbeitung. Die Gesamtzeit im System addiert zur Wartezeit die durchschnittliche Bearbeitungszeit.

Was bedeutet die Wahrscheinlichkeit zu warten?

Sie ist die Erlang-C-Wahrscheinlichkeit, dass ein neu ankommender Fall nicht sofort einen freien Bedienkanal findet.

Kann ich Terminpatienten und spontane Ankünfte gemeinsam modellieren?

Nur näherungsweise. Das Modell behandelt Ankünfte als zufälligen Prozess. Bei stark getakteten Terminen oder Prioritätsklassen sind spezialisierte Simulationen aussagekräftiger.

Welche Ankunftsrate sollte ich verwenden?

Verwende möglichst die durchschnittliche Rate eines homogenen Zeitfensters, zum Beispiel einer typischen Spitzenstunde, und nicht automatisch den Tagesdurchschnitt.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
HauptergebnisDirekte operative Kennzahl aus den eingegebenen Annahmen
SekundärwerteKapazität, Auslastung oder Zeitwirkung zur Einordnung des Hauptergebnisses

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