#2489 · Rechner für Gesundheit & Fitness

Patientenkapazität in der medizinischen Abrechnung

Dieser Rechner schätzt, wie viele Patientenfälle ein Team in der medizinischen Abrechnung pro Arbeitstag bearbeiten kann. Grundlage sind die Zahl der Abrechnungsfachkräfte, ihre Netto-Arbeitszeit, die durchschnittliche Bearbeitungszeit je Fall und ein Produktivitätsfaktor. Das Ergebnis zeigt die praktische Tageskapazität, die theoretische Maximalleistung und den durchschnittlichen Fall-Durchsatz pro Fachkraft. Damit lassen sich Rückstandsabbau, Personalbedarf und Prozessverbesserungen als Szenarien vergleichen.

Rechner

Abrechnungs- und Arbeitsdaten
Personen
Std.
Min.
%

So verwendest du diesen Rechner

  1. Gib die Zahl aktiv abrechnender Fachkräfte ein.
  2. Trage die produktiv verfügbare Netto-Arbeitszeit pro Person ein.
  3. Setze die durchschnittliche Bearbeitungszeit je Patientenfall.
  4. Gib einen Produktivitätsfaktor für verbleibende Nebenzeiten an.
  5. Vergleiche praktische und theoretische Tageskapazität.

Formel

Theoretische Kapazität = Fachkräfte × Netto-Stunden × 60 ÷ Minuten je Fall
Praktische Kapazität = theoretische Kapazität × Produktivitätsfaktor

Was das Ergebnis bedeutet

Die praktische Tageskapazität ist eine Durchschnittsschätzung für Fälle mit der eingegebenen Bearbeitungszeit. Unterschiedliche Fallkomplexität, Rückfragen, Ablehnungen oder Nacharbeiten können die reale Leistung deutlich verändern.

Der Rechner bewertet Bearbeitungskapazität, nicht medizinische Leistung, Vergütung oder Abrechnungsrecht.

Beispielrechnung

Sechs Fachkräfte mit je sieben Netto-Stunden verfügen über 42 Arbeitsstunden. Bei neun Minuten je Fall wären theoretisch 280 Fälle möglich. Mit einem Produktivitätsfaktor von 88 % liegt die praktische Kapazität bei rund 246 Fällen pro Tag.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Segmentiere einfache und komplexe Fälle, wenn ihre Bearbeitungszeiten stark abweichen.
  • Miss Netto-Arbeitszeit ohne Meetings und allgemeine Administration.
  • Erfasse Nacharbeit und Rückfragen in der durchschnittlichen Fallzeit.
  • Vergleiche Kapazität mit täglichem Falleingang und Rückstand.
  • Nutze mehrere Szenarien für Einarbeitung oder Prozessautomatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Was zählt als bearbeiteter Patientenfall?

Definiere einen abgeschlossenen Fall konsistent, beispielsweise nach vollständiger Prüfung und Einreichung der Abrechnung.

Soll Nacharbeit in die Bearbeitungszeit einfließen?

Ja, wenn sie regelmäßig zum normalen Bearbeitungsprozess gehört.

Warum wird ein Produktivitätsfaktor verwendet?

Er reduziert die theoretische Maximalleistung um Nebenzeiten und unvermeidbare Prozessverluste.

Kann ich unterschiedliche Fallarten zusammenrechnen?

Ja, wenn die eingegebene durchschnittliche Bearbeitungszeit die Mischung realistisch repräsentiert. Bei großen Unterschieden sind getrennte Szenarien besser.

Wie erkenne ich einen wachsenden Rückstand?

Vergleiche die berechnete Tageskapazität mit dem durchschnittlichen täglichen Falleingang. Liegt der Eingang dauerhaft höher, wächst der Rückstand.

Abrechnungskapazität

KennzahlNutzen
Theoretische KapazitätMaximalwert ohne Nebenzeiten
Praktische KapazitätKapazität mit Produktivitätsfaktor
Fälle je KraftDurchsatz pro Mitarbeitendem

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