#073 · Rechner für Steuern & Versicherungen

Steuerrücklagen-Rechner für Freelancer

Dieser Rechner hilft Freelancern, eine vorsichtige Steuerrücklage zu planen, ohne aktuelle gesetzliche Steuertabellen fest zu verdrahten. Du gibst Umsatz, abzugsfähige Ausgaben und deine geschätzten persönlichen Steuersätze selbst ein. Das Ergebnis ist deshalb eine Planungsgröße und keine Steuerberechnung nach deutschem Steuerrecht.

Rechner

Gewinn und individuelle Steuersätze
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So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage Jahresumsatz und abzugsfähige Betriebsausgaben ein.
  2. Ergänze weitere abzugsfähige Beträge, soweit sie für deine Planung relevant sind.
  3. Gib deine geschätzten effektiven Steuersätze selbst ein.
  4. Nutze optional einen zusätzlichen Puffer und berechne die Jahres- sowie Monatsrücklage.

Formel

Rücklage = max(0, Umsatz − Betriebsausgaben − weitere Abzüge) × (Einkommensteuersatz + Zusatzsteuersatz) × (1 + Puffer)
  • Die Eingabesätze sind Planungsannahmen und keine automatisch ermittelten gesetzlichen Tarife.
  • Ein negativer oder null Gewinn erzeugt in diesem Modell keine positive Steuerrücklage.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Hauptzahl zeigt, welchen Betrag du unter deinen eigenen Steuersatz-Annahmen für das Jahr reservieren könntest. Zusätzlich werden die geschätzte Bemessungsbasis, die Steuer vor Puffer und eine durchschnittliche monatliche Rücklage ausgegeben.

Keine Steuerberatung: Tatsächliche Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Freibeträge und Vorauszahlungen hängen von deiner persönlichen und rechtlichen Situation ab.

Beispielrechnung

Beispiel: 100.000 € Umsatz − 30.000 € Ausgaben − 5.000 € weitere Abzüge = 65.000 € Basis.
Bei 30 % Einkommensteuer und 0 % Zusatzsatz: 19.500 € Steuerschätzung.
Mit 5 % Puffer: 20.475 € Jahresrücklage bzw. 1.706,25 € pro Monat.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze für den Steuersatz deine letzte Veranlagung oder eine professionelle Prognose statt eines pauschalen Internetwerts.
  • Passe die Rücklage an, sobald Gewinn oder Vorauszahlungen deutlich abweichen.
  • Trenne Steuerliquidität auf einem eigenen Konto vom operativen Guthaben.
  • Berücksichtige Umsatzsteuer separat, wenn sie für dich relevant ist.
  • Bei Rechtsformwechsel oder stark schwankendem Einkommen sollte die Planung fachlich geprüft werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Prozent meines Freelancer-Gewinns sollte ich für Steuern zurücklegen?

Ein pauschaler Prozentsatz ist nicht für alle Freelancer korrekt. Verwende deine persönliche effektive Belastung oder eine aktuelle fachliche Schätzung und trage diesen Satz direkt in den Rechner ein.

Berücksichtigt der Rechner die deutsche Einkommensteuer automatisch?

Nein. Gesetzliche Tarife und persönliche Merkmale ändern sich und hängen vom Einzelfall ab. Deshalb gibst du den geschätzten effektiven Einkommensteuersatz selbst ein.

Kann ich mit dem Rechner auch Gewerbesteuer für Freelancer einplanen?

Du kannst einen zusätzlichen Prozentsatz als Planungsannahme eingeben. Ob und in welcher Höhe tatsächlich Gewerbesteuer anfällt, hängt von Tätigkeit, Rechtsform, Standort und weiteren Faktoren ab.

Soll ich Umsatzsteuer als Betriebsausgabe oder Steuerreserve eingeben?

Nein, Umsatzsteuer sollte grundsätzlich separat betrachtet werden. Dieser Rechner modelliert eine vereinfachte Rücklage auf Basis eines steuerlich relevanten Gewinns und frei eingegebener Ertragsteuersätze.

Was passiert, wenn meine Betriebsausgaben höher als mein Umsatz sind?

Die vereinfachte Bemessungsbasis wird dann auf null begrenzt und der Rechner zeigt keine positive Steuerrücklage. Steuerliche Verlustregeln werden dabei nicht modelliert.

Planungsgrößen

GrößeBedeutung
Bemessungsbasisvereinfachter Gewinn nach Abzügen
SteuerschätzungBasis × eingegebene Sätze
RücklageSteuerschätzung inklusive Puffer

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