#1679 · Rechner für KI & Technologie

Erwarteten Verlust durch Identitäts- und Zugriffsrisiken berechnen

Dieser Rechner schätzt den jährlichen Erwartungsverlust durch kompromittierte Identitäten und Zugriffsrechte. Ausgangspunkt sind die Zahl relevanter Konten, eine geschätzte jährliche Kompromittierungsrate, die Wahrscheinlichkeit einer schadenswirksamen Privilegienausweitung und der durchschnittliche finanzielle Schaden eines solchen Ereignisses. Bestehende finanzielle oder technische Verlustminderungen können als Reduktionsquote einbezogen werden.

Rechner

Identitätsrisiko
Konten
Konten, deren Kompromittierung im betrachteten Umfang relevant wäre.
%
Geschätzter Anteil der Konten mit relevanter Kompromittierung pro Jahr.
%
Anteil kompromittierter Konten, die zu einem erheblichen Zugriffs- oder Privilegienereignis führen.
Finanzieller Gesamtschaden eines schadenswirksamen Identitätsereignisses.
%
Reduktion durch MFA, PAM, Conditional Access, Segmentierung oder vergleichbare wirksame Maßnahmen.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Bestimme die Zahl relevanter Konten im betrachteten Scope.
  2. Schätze die jährliche Rate relevanter Kompromittierungen.
  3. Bewerte, welcher Anteil zu einem größeren Zugriffs- oder Privilegienereignis eskaliert.
  4. Trage Schaden je Ereignis und bestehende Verlustminderung ein.

Formel

Kompromittierte Konten = Konten × Kompromittierungsrate. Schadensereignisse = kompromittierte Konten × Eskalationsrate. Netto-Erwartungsverlust = Schadensereignisse × Schaden je Ereignis × (1 − Verlustminderung).

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptergebnis ist der geschätzte jährliche Netto-Erwartungsverlust aus dem betrachteten Identitäts- und Zugriffsrisiko. Es unterstützt Priorisierung von IAM-, MFA- und Privileged-Access-Maßnahmen.

Kompromittierungen sind nicht unabhängig und Schäden können stark schief verteilt sein. Für besonders privilegierte Konten sollte ein separates Hochrisikoszenario gerechnet werden.

Beispielrechnung

Bei 1.200 Konten und 1,5 % Kompromittierungsrate werden 18 kompromittierte Konten pro Jahr erwartet. Wenn 8 % davon zu einem größeren Schadensereignis führen, entstehen 1,44 Ereignisse. Bei 80.000 € Schaden und 25 % Verlustminderung ergibt sich ein Netto-Erwartungsverlust von 86.400 €.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Segmentiere privilegierte Konten, Dienstkonten und Standardnutzer.
  • Nutze interne Identity- und Incident-Telemetrie für die Kompromittierungsrate.
  • Setze Verlustminderung nur für nachweisbar wirksame Kontrollen an.
  • Bewerte zusätzlich ein Szenario mit höherem Schaden für privilegierte Zugriffe.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich den erwarteten Verlust durch kompromittierte Benutzerkonten?

Multipliziere relevante Konten mit Kompromittierungsrate, Eskalationsanteil und durchschnittlichem Schaden und berücksichtige anschließend wirksame Verlustminderungen.

Soll ich privilegierte Konten getrennt von normalen Nutzerkonten bewerten?

Ja, wenn Kompromittierungswahrscheinlichkeit oder Schadenshöhe deutlich abweichen, ist eine separate Berechnung wesentlich aussagekräftiger.

Wie kann MFA in der Berechnung berücksichtigt werden?

MFA kann über eine realistisch belegte niedrigere Kompromittierungsrate oder über die Verlustminderung abgebildet werden, aber nicht doppelt für dieselbe Wirkung.

Was bedeutet die Eskalationsrate bei Identitätsrisiken?

Sie beschreibt den Anteil kompromittierter Konten, aus denen tatsächlich ein schadenswirksames Zugriffs- oder Privilegienereignis entsteht.

Kann ich Dienstkonten und API-Zugangsdaten in die Kontenzahl aufnehmen?

Ja, sofern sie im betrachteten Risikoszenario relevant sind. Bei stark anderem Risikoprofil sollten sie separat berechnet werden.

Ergebniskennzahlen

KennzahlBedeutung
HauptergebnisZentrale Entscheidungskennzahl aus den eingegebenen Annahmen.
Erwartete kompromittierte KontenErster ergänzender Wert zur Einordnung des Ergebnisses.
Erwartete SchadensereignisseZweiter ergänzender Wert für Kosten-, Risiko- oder Zeitvergleich.

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