#1711 · Rechner für KI & Technologie

Rechner für Cyberversicherungs-Risikoexposition

Dieser Rechner quantifiziert die erwartete finanzielle Eigenexposition aus Cybervorfällen. Er verbindet geschätzte Vorfallwahrscheinlichkeit, potenzielle Bruttoschäden, Versicherungsdeckung und Selbstbehalt zu einer nachvollziehbaren Jahressicht. So lässt sich beurteilen, wie viel Risiko trotz Police wirtschaftlich beim Unternehmen verbleibt und wie stark eine veränderte Schadenswahrscheinlichkeit oder Deckungsquote die Exposition beeinflusst.

Rechner

Risikoannahmen
%
Geschätzte Wahrscheinlichkeit mindestens eines relevanten Vorfalls pro Jahr.
Direkte und indirekte finanzielle Folgen eines typischen schweren Vorfalls.
%
Anteil des Schadens, der grundsätzlich von der Police erfasst wird.
Betrag, den das Unternehmen je Schadenfall selbst trägt.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Schätze eine realistische jährliche Vorfallwahrscheinlichkeit.
  2. Erfasse den möglichen Bruttoschaden inklusive Betriebsunterbrechung.
  3. Trage den tatsächlich erstattungsfähigen Anteil und den Selbstbehalt ein.
  4. Vergleiche Restschaden und Jahreserwartungswert mit Budget und Liquiditätsreserve.

Formel

Versicherungsleistung = max(0; Bruttoschaden × Deckungsanteil − Selbstbehalt)
Restschaden = Bruttoschaden − Versicherungsleistung
Erwartete Jahresposition = Restschaden × jährliche Vorfallwahrscheinlichkeit

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptergebnis ist kein garantiert eintretender Verlust, sondern ein Erwartungswert unter den eingegebenen Annahmen. Für Risikosteuerung sollte zusätzlich geprüft werden, ob auch ein einzelner großer Restschaden finanziell tragbar wäre.

Die tatsächliche Erstattung hängt von Bedingungen, Ausschlüssen, Sublimits und Schadenprüfung der jeweiligen Police ab.

Beispielrechnung

Beispiel: 12 % Vorfallwahrscheinlichkeit, 250.000 € Bruttoschaden, 70 % Deckungsanteil und 25.000 € Selbstbehalt.

  • Erstattungsfähige Basis: 175.000 €.
  • Versicherungsleistung nach Selbstbehalt: 150.000 €.
  • Restschaden je Vorfall: 100.000 €.
  • Erwartete Jahresposition: 12.000 €.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze konservative, aber plausible Schadenannahmen statt Best-Case-Werte.
  • Berücksichtige Betriebsunterbrechung, Wiederherstellung und externe Beratung.
  • Prüfe Sublimits für Ransomware, Incident Response und Datenwiederherstellung separat.
  • Teste zusätzlich ein Szenario mit höherer Vorfallwahrscheinlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Wie beeinflusst der Selbstbehalt die Cyber-Risikoexposition?

Ein höherer Selbstbehalt erhöht den selbst getragenen Restschaden und damit bei gleicher Vorfallwahrscheinlichkeit auch den erwarteten Jahresverlust.

Soll ich den maximal denkbaren Cyber-Schaden oder einen typischen schweren Schaden eingeben?

Für eine praktische Planung eignet sich ein plausibler schwerer Schaden. Extremfälle sollten zusätzlich separat als Stressszenario geprüft werden.

Was bedeutet der erstattungsfähige Anteil bei einer Cyberversicherung?

Er beschreibt den Anteil des angenommenen Bruttoschadens, der nach deiner Modellannahme grundsätzlich unter die Police fällt, bevor der Selbstbehalt berücksichtigt wird.

Warum ist die erwartete Jahresposition kleiner als der Restschaden je Vorfall?

Weil der Restschaden mit der jährlichen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet wird. Der Wert ist ein Erwartungswert, kein Schadenlimit.

Kann ich mit dem Rechner zwei Cyberversicherungen vergleichen?

Ja. Berechne beide Varianten mit identischem Bruttoschaden und identischer Vorfallwahrscheinlichkeit und ändere nur Deckungsanteil und Selbstbehalt.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
JahrespositionWahrscheinlichkeitsgewichteter Eigenverlust
RestschadenNicht von der modellierten Versicherungsleistung gedeckter Einzelschaden
VersicherungsleistungModellierter erstatteter Betrag nach Selbstbehalt

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