#1949 · Rechner für Steuern & Versicherungen

Deckungsbedarf für parametrische Versicherung

Parametrische Versicherungen zahlen bei einem definierten Trigger einen vorab festgelegten Betrag statt den tatsächlichen Schaden einzeln abzurechnen. Dieser Rechner schätzt, welche nominelle Deckung erforderlich sein kann, um einen Zielverlust nach Eigenanteil und möglichem Basisrisiko abzufedern.

Rechner

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So verwendest du diesen Rechner

  1. Schätze einen maximal plausiblen finanziellen Verlust für das Triggerereignis.
  2. Definiere den Betrag, den du selbst tragen kannst.
  3. Schätze die effektiv erwartete Auszahlungsquote des parametrischen Produkts.
  4. Setze einen Puffer für Basisrisiko und vergleiche Zieldeckung mit der bereits geplanten Deckung.

Formel

Zu schützender Verlust = max(Maximalverlust − Eigenanteil, 0). Benötigte nominelle Deckung = zu schützender Verlust × (1 + Basisrisiko-Puffer) ÷ Auszahlungsquote.

Was das Ergebnis bedeutet

Der Zielwert ist die nominelle Deckung, die unter deinen Annahmen den gewünschten Verlustanteil abfedern soll. Eine niedrigere erwartete Auszahlungsquote oder ein größerer Basisrisiko-Puffer erhöht den erforderlichen Nominalschutz.

Parametrische Produkte hängen stark von Triggerdefinition, Messstation, Schwellenwert, Staffelung und Basisrisiko ab. Das Modell ist eine Planungsrechnung.

Beispielrechnung

500.000 € Maximalverlust minus 100.000 € tragbarer Eigenanteil ergeben 400.000 € Schutzbedarf.
Mit 15 % Basisrisiko-Puffer sind 460.000 € abzusichern.
Bei 90 % erwarteter Auszahlungsquote ergibt sich eine nominelle Zieldeckung von rund 511.111 €.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Analysiere historische Triggerdaten und reale Verluste gemeinsam.
  • Prüfe, wie oft ein hoher Schaden ohne ausreichenden Trigger auftreten könnte.
  • Wähle den Eigenanteil anhand tatsächlicher Liquidität und Risikotragfähigkeit.
  • Teste konservative Auszahlungsquoten statt nur das ideale Vertragsszenario.

Häufig gestellte Fragen

Wie bestimme ich die richtige Deckungshöhe für eine parametrische Versicherung?

Beginne mit dem finanziellen Verlust, den du nicht selbst tragen willst, und passe ihn für erwartete Auszahlungsquote und Basisrisiko an.

Warum erhöht Basisrisiko den benötigten parametrischen Versicherungsschutz?

Weil Trigger und tatsächlicher Verlust nicht perfekt zusammenpassen können. Ein Puffer bildet diese Unsicherheit im Planungsmodell ab.

Was bedeutet Auszahlungsquote bei einer parametrischen Versicherung?

Sie beschreibt hier den erwarteten Anteil der nominellen Deckung, der bei einem relevanten Trigger tatsächlich zur Verlustabdeckung beiträgt.

Kann der tragbare Eigenanteil größer als der Maximalverlust sein?

Ja. Dann besteht in diesem Modell kein zusätzlicher Schutzbedarf, weil der angenommene Verlust vollständig selbst getragen werden könnte.

Ersetzt eine parametrische Deckung eine klassische Schadenversicherung?

Nicht zwingend. Parametrische und klassische Deckungen können unterschiedliche Risiken adressieren und werden häufig anhand von Triggerstruktur, Basisrisiko und bestehendem Versicherungsschutz kombiniert.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
HauptergebnisZentrale Entscheidungskennzahl dieses Rechners
NebenwerteZusätzliche Größen für Risiko-, Budget- oder Deckungsvergleich

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