#1950 · Rechner für Steuern & Versicherungen

Bezahlbarkeit parametrischer Versicherungsprämien

Dieser Rechner bewertet eine parametrische Versicherungsprämie aus zwei Perspektiven: ihrem Anteil am verfügbaren Risikobudget und dem erwarteten Netto-Schutzwert aus Triggerwahrscheinlichkeit und möglicher Auszahlung. So lassen sich Budgettragfähigkeit und Risikoübertragung getrennt betrachten.

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So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage Jahresprämie und dein verfügbares Risikobudget ein.
  2. Definiere deine eigene maximale Prämienquote.
  3. Schätze Triggerwahrscheinlichkeit und vertragliche Auszahlung.
  4. Bewerte Budgetquote, erwartete Auszahlung und Budgetspielraum gemeinsam.

Formel

Prämienquote = Prämie ÷ Risikobudget × 100. Erwartete Auszahlung = Triggerwahrscheinlichkeit × Auszahlung. Erwartungswert nach Prämie = erwartete Auszahlung − Jahresprämie.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Prämienquote misst Bezahlbarkeit relativ zu deinem Budget. Der Erwartungswert nach Prämie ist eine zusätzliche Modellkennzahl und berücksichtigt weder Risikoaversion noch den Wert der Liquidität im Extremereignis.

Eine negative Erwartungswertdifferenz bedeutet nicht automatisch, dass eine Versicherung unwirtschaftlich ist. Versicherungen übertragen vor allem unerwünschte Schwankungs- und Extremrisiken.

Beispielrechnung

25.000 € Prämie bei 200.000 € Risikobudget entsprechen 12,5 %.
Bei 12 % Triggerwahrscheinlichkeit und 250.000 € Auszahlung beträgt die erwartete Auszahlung 30.000 €.
Der einfache Erwartungswert nach Prämie liegt damit bei +5.000 €.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze historische Triggerdaten für die Wahrscheinlichkeitsannahme.
  • Prüfe Staffelungen, Obergrenzen und mögliche Mehrfachtrigger im Vertrag.
  • Bewerte Basisrisiko separat; eine hohe Triggerwahrscheinlichkeit garantiert keine gute Verlustpassung.
  • Vergleiche die Prämienquote mit deiner internen Risikobudgetierung statt mit pauschalen Marktwerten.

Häufig gestellte Fragen

Wie bewerte ich, ob eine parametrische Versicherungsprämie bezahlbar ist?

Setze die Jahresprämie ins Verhältnis zu einem tatsächlich verfügbaren Risikobudget und vergleiche diese Quote mit einer eigenen Budgetgrenze.

Was sagt der Erwartungswert nach Prämie bei parametrischer Versicherung aus?

Er vergleicht die wahrscheinlichkeitgewichtete Auszahlung mit der Jahresprämie. Er ist eine Modellkennzahl und bildet den Wert des Risikotransfers nicht vollständig ab.

Warum kann eine Versicherung trotz negativem Erwartungswert sinnvoll sein?

Weil Versicherungen seltene, hohe Liquiditätsbelastungen übertragen können. Der Nutzen liegt deshalb auch in Planbarkeit und Risikobegrenzung.

Wie schätze ich die Triggerwahrscheinlichkeit für ein parametrisches Produkt?

Nutze möglichst lange, zum Vertragsindex passende historische Daten und prüfe, ob sich Messmethode, Standort oder Klimarisiko verändert haben.

Sollte ich nur Angebote mit positiver erwarteter Auszahlung minus Prämie wählen?

Nein. Vergleiche zusätzlich Basisrisiko, Triggerqualität, Auszahlungszeitpunkt, Vertragsbedingungen und den finanziellen Nutzen einer schnellen Liquiditätszufuhr.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
HauptergebnisZentrale Entscheidungskennzahl dieses Rechners
NebenwerteZusätzliche Größen für Risiko-, Budget- oder Deckungsvergleich

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