#1951 · Rechner für Steuern & Versicherungen

Rechner für Selbstbehalt bei parametrischer Versicherung

Dieser Rechner zeigt, ob ein höherer Selbstbehalt bei einer parametrischen Versicherung voraussichtlich wirtschaftlich sinnvoll ist. Er stellt die jährliche Prämienersparnis der erwarteten zusätzlichen Eigenbelastung gegenüber und berechnet außerdem die Schadenwahrscheinlichkeit, ab der sich die günstigere Prämie rechnerisch nicht mehr lohnt.

Rechner

Eingaben
Aktuelle oder angebotene Jahresprämie.
Reduzierte Prämie nach Wahl des höheren Selbstbehalts.
Nur der zusätzlich selbst zu tragende Betrag.
%
Geschätzte Wahrscheinlichkeit eines auslösenden Ereignisses pro Jahr.
Dient dazu, den tatsächlich wirksamen Selbstbehalt zu begrenzen.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage die beiden Jahresprämien ein.
  2. Gib den zusätzlichen Selbstbehalt und die erwartete Verlusthöhe an.
  3. Schätze die jährliche Triggerwahrscheinlichkeit.
  4. Berechne Nettovorteil, erwartete Eigenbelastung und kritische Wahrscheinlichkeit.

Formel

Nettovorteil = (Prämie ohne Selbstbehalt − Prämie mit Selbstbehalt) − p × min(zusätzlicher Selbstbehalt, erwartete Verlusthöhe)

Die kritische Triggerwahrscheinlichkeit ergibt sich aus Prämienersparnis ÷ wirksamer Selbstbehalt.

Was das Ergebnis bedeutet

Ein positiver Nettovorteil spricht unter den eingegebenen Annahmen für den höheren Selbstbehalt. Ein negativer Wert zeigt, dass die erwartete zusätzliche Eigenbelastung die Prämienersparnis übersteigt.

Die Rechnung bildet nur den erwarteten Jahreswert ab. Liquiditätsbedarf, Mehrfachereignisse, Trigger-Basisrisiko und Vertragsbedingungen sollten separat geprüft werden.

Beispielrechnung

Bei 3.200 € statt 2.500 € Jahresprämie beträgt die Ersparnis 700 €. Bei 5.000 € zusätzlichem Selbstbehalt, 8 % Triggerwahrscheinlichkeit und 12.000 € erwarteter Verlusthöhe ergibt sich eine erwartete Zusatzbelastung von 400 € und damit ein Nettovorteil von 300 € pro Jahr.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze eine realistische Triggerwahrscheinlichkeit aus historischen oder modellierten Daten.
  • Prüfe, ob mehrere Ereignisse pro Jahr möglich sind.
  • Bewerte zusätzlich, ob der Selbstbehalt im Schadenfall kurzfristig finanzierbar ist.
  • Vergleiche nicht nur Prämien, sondern auch Triggerdefinition und Auszahlungsgrenzen.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich, ob sich ein höherer Selbstbehalt bei parametrischer Versicherung lohnt?

Vergleiche die jährliche Prämienersparnis mit der erwarteten zusätzlichen Eigenbelastung aus Triggerwahrscheinlichkeit und wirksamem Selbstbehalt.

Welche Schadenwahrscheinlichkeit macht den günstigeren Tarif unwirtschaftlich?

Die kritische Wahrscheinlichkeit entspricht der Prämienersparnis geteilt durch den wirksamen zusätzlichen Selbstbehalt. Oberhalb dieses Werts kippt der erwartete Kostenvorteil.

Warum wird die Verlusthöhe zusätzlich zum Selbstbehalt abgefragt?

Ein Selbstbehalt kann wirtschaftlich nicht höher wirken als der tatsächlich erwartete Verlust. Deshalb verwendet der Rechner den kleineren der beiden Werte.

Berücksichtigt der Rechner mehrere parametrische Auszahlungen pro Jahr?

Nein. Das Modell arbeitet mit einer jährlichen Triggerwahrscheinlichkeit für ein typisches Ereignis. Bei mehreren möglichen Ereignissen sollte die Belastung entsprechend erweitert werden.

Ist ein positiver Nettovorteil automatisch die beste Tarifwahl?

Nein. Auch Liquidität, Basisrisiko, Ausschlüsse, Triggerqualität und Vertragsgrenzen können die Entscheidung wesentlich beeinflussen.

Entscheidungskennzahlen

KennzahlBedeutung
NettovorteilPrämienersparnis minus erwartete Zusatzbelastung
Break-evenKritische Triggerwahrscheinlichkeit
RisikotreiberSelbstbehalt, Ereigniswahrscheinlichkeit, Verlusthöhe

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