#1953 · Rechner für Steuern & Versicherungen

Verlustwahrscheinlichkeit bei parametrischer Versicherung

Dieser Rechner leitet aus historischen Expositionen und beobachteten Verlustereignissen eine einfache empirische Ereigniswahrscheinlichkeit ab. Anschließend schätzt er, wie wahrscheinlich mindestens ein Verlustereignis bei einer künftigen Zahl vergleichbarer Expositionen ist und wie viele Ereignisse im Mittel zu erwarten wären.

Rechner

Eingaben
Anzahl vergleichbarer Risiken im Prognosezeitraum.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage die Zahl historischer vergleichbarer Expositionen ein.
  2. Gib die beobachteten Verlustereignisse an.
  3. Definiere die künftige Anzahl vergleichbarer Expositionen.
  4. Berechne Einzelrate, Erwartungswert und Wahrscheinlichkeit mindestens eines Ereignisses.

Formel

p = Verlustereignisse ÷ historische Expositionen;   P(mindestens 1) = 1 − (1 − p)k

Was das Ergebnis bedeutet

Die Wahrscheinlichkeit „mindestens ein Ereignis“ steigt mit der Zahl künftiger Expositionen, auch wenn das Einzelrisiko unverändert bleibt.

Das Modell setzt vergleichbare und näherungsweise unabhängige Expositionen voraus. Trends, Cluster, Klimaeffekte oder strukturelle Änderungen werden nicht automatisch berücksichtigt.

Beispielrechnung

8 Ereignisse bei 200 historischen Expositionen entsprechen 4 %. Für 25 künftige Expositionen ergibt sich unter Unabhängigkeitsannahme eine Wahrscheinlichkeit von rund 64 % für mindestens ein Ereignis und ein Erwartungswert von 1 Ereignis.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Verwende nur Daten mit vergleichbarer Triggerdefinition.
  • Trenne Regionen oder Risikoklassen, wenn ihre Ereignisraten deutlich differieren.
  • Bei zeitlichen Trends ist eine einfache historische Quote nur ein Ausgangspunkt.
  • Für seltene Extremereignisse sind längere Datenreihen besonders wichtig.

Häufig gestellte Fragen

Wie schätze ich die Triggerwahrscheinlichkeit aus historischen Versicherungsdaten?

Teile die Zahl beobachteter Verlustereignisse durch die Zahl vergleichbarer historischer Expositionen.

Warum ist die Wahrscheinlichkeit für mindestens ein Ereignis höher als die Einzelwahrscheinlichkeit?

Mehrere Expositionen bieten mehrere Gelegenheiten für ein Ereignis. Der Rechner verwendet dafür 1 minus die Wahrscheinlichkeit, dass in keiner Exposition ein Ereignis eintritt.

Kann ich Jahre statt einzelner Risiken als Expositionen verwenden?

Ja, wenn jedes Jahr als vergleichbare und ausreichend unabhängige Beobachtung behandelt werden kann und dieselbe Triggerdefinition gilt.

Was passiert, wenn historische Verluste geclustert auftreten?

Dann kann die Unabhängigkeitsannahme zu optimistischen oder verzerrten Ergebnissen führen. Cluster sollten separat modelliert werden.

Eignet sich die empirische Quote für sehr seltene Naturgefahren?

Nur eingeschränkt. Bei wenigen Beobachtungen ist die Unsicherheit groß; zusätzliche Katastrophenmodelle oder längere Datenreihen können sinnvoll sein.

Wahrscheinlichkeitsmodell

KennzahlBedeutung
EinzelrisikoEreignisse ÷ historische Expositionen
Portfoliorisiko1 − (1 − p)^k
Erwartungswertp × künftige Expositionen

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