#1972 · Rechner für Recht & Compliance

Datenaufbewahrung: Aufbewahrungsfristrechner

Der Rechner bestimmt aus einem relevanten Startdatum und einer frei eingegebenen Aufbewahrungsdauer das geplante Fristende. Zusätzlich zeigt er die verbleibenden Tage ab einem Prüfdatum sowie einen Vorwarntermin, damit Löschung, Sperrung oder erneute rechtliche Prüfung rechtzeitig vorbereitet werden können.

Rechner

Fristannahmen
Datum, ab dem die interne oder rechtliche Aufbewahrungsfrist laufen soll.
Monate
Datum, von dem aus die Restlaufzeit bewertet wird.
Tage
Zeitfenster vor Fristende für Freigabe, Sperrprüfung oder Löschvorbereitung.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Wähle das fachlich relevante Startdatum.
  2. Trage die anzuwendende Aufbewahrungsdauer in Monaten ein.
  3. Setze das Prüfdatum, für das die Restlaufzeit bewertet werden soll.
  4. Bestimme eine interne Vorwarnzeit.
  5. Prüfe vor jeder Löschung mögliche Rechtsgründe, Sperren oder laufende Verfahren.

Formel

Fristende = Startdatum + Aufbewahrungsdauer in Monaten

Resttage = Fristende − Prüfdatum. Vorwarntermin = Fristende − Vorwarntage.

Was das Ergebnis bedeutet

Das berechnete Datum ist ein Planungsdatum auf Basis deiner eingegebenen Dauer. Ob eine konkrete Pflicht zur Löschung oder weiteren Aufbewahrung besteht, hängt vom anwendbaren Recht, Zweck, Vertrag und möglichen Sperrgründen ab.

Kein Rechtsrat: Der Rechner enthält keine fest hinterlegten gesetzlichen Fristen. Die maßgebliche Frist wird bewusst als Eingabe behandelt, weil sie je Datenart, Vertrag, Jurisdiktion und Rechtsgrund variieren kann.

Beispielrechnung

Beispiel: Start am 15.01.2024 mit 36 Monaten Aufbewahrung ergibt den 15.01.2027. Am Prüfdatum 20.08.2026 verbleiben 148 Tage; bei 30 Tagen Vorwarnzeit liegt der Vorwarntermin am 16.12.2026.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Dokumentiere, warum genau dieses Startdatum die Frist auslöst.
  • Pflege Fristen je Daten- oder Vertragsklasse statt mit einem pauschalen Wert.
  • Prüfe Legal Holds und andere Sperrgründe vor automatisierter Löschung.
  • Setze eine Vorwarnzeit, die genug Zeit für Freigaben und Eskalationen lässt.
  • Überprüfe Fristen bei Rechts- oder Vertragsänderungen erneut.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Datum sollte ich die Aufbewahrungsfrist für datenaufbewahrung berechnen?

Verwende das Datum, das nach deiner dokumentierten Regel die Frist auslöst, etwa Abschluss, Vertragsende, Zweckerfüllung oder einen anderen festgelegten Ereignistag.

Warum gibt der Rechner keine gesetzliche Aufbewahrungsfrist automatisch vor?

Fristen unterscheiden sich nach Datenart, Rechtsgrund, Vertrag und Jurisdiktion. Deshalb wird die maßgebliche Dauer als Eingabe verlangt.

Wie werden Monatsfristen bei unterschiedlich langen Monaten behandelt?

Der Rechner addiert Kalendermonate und begrenzt den Zieltag auf den letzten gültigen Tag des Zielmonats.

Was bedeutet ein negatives Ergebnis bei den Resttagen?

Das berechnete Fristende liegt vor dem Prüfdatum. Es sollte geprüft werden, ob eine weitere Aufbewahrung rechtmäßig erforderlich ist oder eine Löschung ansteht.

Wie berücksichtige ich einen Legal Hold oder eine Löschsperre?

Der Rechner bildet Sperren nicht automatisch ab. Dokumentiere sie separat und führe vor Löschung eine Freigabeprüfung durch.

Fristkennzahlen

KennzahlBedeutung
FristendeStartdatum plus eingegebene Monatsdauer
ResttageKalendertage vom Prüfdatum bis zum Fristende
VorwarnterminFristende abzüglich interner Vorwarnzeit

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