#677 · Rechner für KI & Technologie

Latenz-Kapazitätsrechner für Multi-Agent-Workflows

Dieser Rechner schätzt die effektive Latenz und stündliche Kapazität eines Multi-Agent-Workflows. Die Agentenzahl allein bestimmt die Laufzeit nicht: Entscheidend ist, welcher Anteil parallel abgearbeitet werden kann. Zusätzlich wird ein Koordinations-Overhead berücksichtigt, bevor die Kapazität aus parallelen Workflows und Zielauslastung abgeleitet wird.

Rechner

Latenz und Orchestrierung
Agenten
s
%
s
Workflows
%

So verwendest du diesen Rechner

  1. Erfasse Agentenzahl und typische Latenz je Agent.
  2. Schätze, welcher Anteil der Agentenschritte parallelisierbar ist.
  3. Füge Orchestrierungs- und Übergabe-Overhead hinzu.
  4. Gib parallele Workflows und Zielauslastung an.

Formel

Effektive Latenz = Overhead + Agentenlatenz × [Agenten − (Agenten − 1) × Parallelanteil]
Kapazität/h = parallele Workflows × 3.600 ÷ effektive Latenz × Auslastung

Was das Ergebnis bedeutet

Der Parallelanteil interpoliert zwischen vollständig serieller und weitgehend paralleler Agentenausführung. Das Ergebnis ist eine Planungsnäherung für End-to-End-Latenz und Kapazität.

Abhängigkeiten, unterschiedlich lange Agentenpfade und externe Toolaufrufe können die tatsächliche kritische Pfadlänge verändern.

Beispielrechnung

4 Agenten mit je 5 Sekunden Latenz, 60 % Parallelanteil und 2 Sekunden Overhead ergeben 13 Sekunden effektive Workflow-Latenz. Bei 12 parallelen Workflows und 75 % Auslastung sind rund 2.492,3 Workflows pro Stunde möglich.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze für den Parallelanteil Messdaten aus Traces statt Bauchgefühl.
  • Unterscheide kritischen Pfad und Nebenpfade im Workflow.
  • Berücksichtige Toolaufrufe im Overhead oder in der Agentenlatenz.
  • Teste die Kapazität bei realer Parallelität, weil Latenzen unter Last steigen können.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich die Latenz eines Multi-Agent-Workflows mit parallelen Agenten?

Der Rechner reduziert den seriellen Anteil entsprechend dem angegebenen Parallelisierungsgrad und addiert anschließend den Koordinations-Overhead.

Was bedeutet ein Parallelisierungsanteil von 100 Prozent?

In dieser vereinfachten Rechnung laufen die gleich langen Agentenphasen vollständig parallel, sodass nur eine Agentenlatenz plus Overhead auf dem kritischen Pfad verbleibt.

Wie beeinflusst Koordinations-Overhead die Workflow-Kapazität?

Jede zusätzliche Sekunde Overhead verlängert die effektive Latenz und senkt damit bei gleicher Parallelität den möglichen Durchsatz.

Kann ich unterschiedlich schnelle Agenten mit diesem Rechner modellieren?

Nur näherungsweise über eine mittlere Agentenlatenz. Für stark unterschiedliche Rollen ist eine kritische-Pfad-Analyse genauer.

Warum kann die echte Kapazität niedriger als die Rechnung sein?

Rate Limits, Warteschlangen, Datenbanken, Toolaufrufe und Ressourcenengpässe können die Latenz erhöhen oder die nutzbare Parallelität begrenzen.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
Effektive LatenzGeschätzte Dauer des kritischen Workflow-Pfads.
Serielle LatenzVergleichswert ohne Parallelisierung.
KapazitätNutzbarer Durchsatz bei gewählter Parallelität.

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