#681 · Rechner für KI & Technologie

LLM-Inferenz-Tokenbudget-Rechner

Plane den Tokenbedarf einer LLM-Inferenzlast, bevor du Kapazitäten oder Kosten festlegst. Der Rechner kombiniert Aufgabenvolumen, durchschnittliche Eingabe- und Ausgabetokens, Wiederholungsquote und Reserve zu einem belastbaren Tages- und Monatsbudget. So erkennst du, wie stark längere Prompts, umfangreichere Antworten oder zusätzliche Retries das Gesamtvolumen verändern.

Rechner

Tokenvolumen und Lastannahmen
Aufgaben
Anzahl der Inferenzanfragen pro Tag.
Tokens
Tokens
%
Zusätzliche Versuche durch Fehler, Timeouts oder Qualitäts-Retries.
%
Zusätzlicher Puffer für Lastspitzen und Schätzfehler.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage das erwartete tägliche Aufgabenvolumen ein.
  2. Schätze typische Eingabe- und Ausgabetokens pro Aufgabe.
  3. Ergänze die erwartete Wiederholungsquote.
  4. Setze eine Reserve für Lastspitzen und Prognosefehler.
  5. Vergleiche Tages- und Monatsbudget mit deiner Modell- oder Infrastrukturkapazität.

Formel

Basistokens = Aufgaben/Tag × (Eingabetokens + Ausgabetokens)
Mit Retries = Basistokens × (1 + Wiederholungsquote)
Budget = Mit Retries × (1 + Sicherheitsreserve)

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptresultat ist das empfohlene tägliche Tokenbudget inklusive Retries und Reserve. Der Monatswert verwendet 30 Tage und eignet sich für Kapazitäts- oder Kostenplanung.

Tokenbudget ist nicht automatisch gleich Abrechnungsmenge: Anbieter können Eingabe, Ausgabe, Cache-Treffer oder Batch-Nutzung unterschiedlich bepreisen.

Beispielrechnung

Bei 10.000 Aufgaben pro Tag, 1.200 Eingabe- und 300 Ausgabetokens, 3 % Retries und 15 % Reserve entstehen zunächst 15.000.000 Basistokens. Mit Retries sind es 15.450.000 Tokens; inklusive Reserve beträgt das empfohlene Tagesbudget 17.767.500 Tokens.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze Perzentile aus echten Logs statt nur Mittelwerte, wenn Promptlängen stark schwanken.
  • Trenne interaktive und asynchrone Lasten, falls deren Antwortlängen deutlich abweichen.
  • Beobachte Retry-Ursachen separat; hohe Wiederholungsraten können ein Zuverlässigkeitsproblem verdecken.
  • Plane Reserve bewusst und passe sie nach einigen Wochen anhand realer Spitzen an.
  • Bei mehreren Modellen solltest du das Tokenbudget je Modellfamilie separat berechnen.

Häufig gestellte Fragen

Wie plane ich ein Tokenbudget, wenn Promptlängen stark schwanken?

Verwende für die Planung besser ein hohes Perzentil oder getrennte Nutzersegmente statt nur eines globalen Durchschnitts.

Soll ich fehlgeschlagene LLM-Anfragen in das Tokenbudget einrechnen?

Ja. Wenn fehlgeschlagene oder erneut ausgeführte Anfragen bereits Tokens verbrauchen, bildet die Wiederholungsquote diesen Zusatzbedarf ab.

Wie viel Sicherheitsreserve ist für ein LLM-Tokenbudget sinnvoll?

Das hängt von Lastschwankungen und Prognosequalität ab. Nutze zunächst eine explizite Reserve und kalibriere sie später mit gemessenen Spitzenwerten.

Zählt Prompt-Caching genauso zum Tokenbudget wie normale Eingabe?

Für die technische Last und Abrechnung kann Caching je Anbieter unterschiedlich wirken. Dieser Rechner modelliert das gesamte logische Tokenvolumen und keine anbieterspezifische Cache-Bepreisung.

Wie übertrage ich ein tägliches LLM-Tokenbudget auf einen Monat?

Der Rechner verwendet 30 Tage. Für einen konkreten Abrechnungsmonat kannst du den Tageswert mit der tatsächlichen Anzahl aktiver Tage multiplizieren.

Planungsübersicht

DimensionVerwendung
Primärer WertKapazitäts- oder Kostenentscheidung
SekundärwertePlausibilitätsprüfung und Skalierung
AnnahmenMit Produktionsmesswerten regelmäßig aktualisieren

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