#683 · Rechner für KI & Technologie

LLM-Inferenz-GPU-Bedarfs-Rechner

Dimensioniere die Anzahl GPUs für eine geplante LLM-Inferenzlast. Der Rechner übersetzt Anfragen pro Sekunde und Tokenmenge in benötigten Token-Durchsatz, begrenzt die nutzbare GPU-Leistung über eine Zielauslastung und ergänzt optional eine Redundanzreserve. Damit kannst du abschätzen, wie viele GPUs für Normalbetrieb und wie viele inklusive Puffer bereitstehen sollten.

Rechner

Last, GPU-Leistung und Reserve
Anfragen/s
Tokens
Tokens
Tokens/s
Gemessener Gesamtdurchsatz pro GPU bei vergleichbarer Last.
%
%
Zusätzliche Kapazität für Ausfall, Wartung oder Spitzen.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage die geplanten Anfragen pro Sekunde ein.
  2. Schätze Eingabe- und Ausgabetokens je Anfrage.
  3. Nutze einen gemessenen effektiven Token-Durchsatz pro GPU.
  4. Setze eine nachhaltige Zielauslastung unter 100 %.
  5. Ergänze Redundanz für Wartung, Ausfälle oder Lastspitzen.

Formel

Benötigte Tokens/s = Anfragen/s × (Eingabetokens + Ausgabetokens)
Nutzbare Tokens/s je GPU = GPU-Durchsatz × Zielauslastung
GPU-Bedarf = Aufrunden((Benötigte Tokens/s ÷ Nutzbare Tokens/s je GPU) × (1 + Redundanz))

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptresultat ist die ganzzahlige GPU-Anzahl inklusive Redundanz. Der Basiswert zeigt, wie viele GPUs ohne zusätzlichen Ausfall- oder Wachstumspuffer nötig wären.

Die Formel verwendet einen effektiven, gemessenen Durchsatz je GPU. Speicherbedarf, Modellreplikation, Tensor-Parallelität und Multi-GPU-Abhängigkeiten müssen zusätzlich geprüft werden.

Beispielrechnung

20 Anfragen/s mit zusammen 1.250 Tokens je Anfrage benötigen 25.000 Tokens/s. Eine GPU mit 20.000 Tokens/s und 75 % Zielauslastung liefert 15.000 nutzbare Tokens/s. Ohne Redundanz werden 2 GPUs benötigt; mit 20 % Reserve bleibt das Ergebnis nach Aufrundung bei 2 GPUs.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Verwende Produktionsmessungen statt Hersteller-Spitzenwerte.
  • Prüfe, ob das Modell überhaupt vollständig oder in der gewünschten Parallelisierung auf eine GPU passt.
  • Dimensioniere interaktive Workloads mit zusätzlichem Headroom für Queueing.
  • Berücksichtige N+1- oder zonenbasierte Redundanz außerhalb der reinen Prozentreserve, falls nötig.
  • Teste die gerundete GPU-Zahl mit realistischen Promptlängen.

Häufig gestellte Fragen

Welchen GPU-Durchsatz soll ich für den LLM-GPU-Bedarf verwenden?

Nutze den effektiven Gesamtdurchsatz pro GPU aus einem Lasttest mit demselben Modell, Serving-Stack und ähnlichen Promptlängen.

Warum wird der GPU-Bedarf auf ganze GPUs aufgerundet?

Teil-GPUs sind in vielen Deployments nicht frei kombinierbar. Aufrunden verhindert, dass die geplante Last rechnerisch über der bereitgestellten Kapazität liegt.

Wie wähle ich die Zielauslastung für LLM-Inferenz?

Eine niedrigere Zielauslastung schafft Spielraum für Schwankungen und Queueing. Der passende Wert hängt von SLA, Scheduler und Lastprofil ab.

Berücksichtigt der Rechner den VRAM-Bedarf des LLM?

Nein. Er dimensioniert nach Token-Durchsatz. Modellgröße, KV-Cache, Batchgröße und VRAM müssen separat validiert werden.

Wie plane ich Redundanz für ausfallende GPUs?

Die Prozentreserve bildet einen einfachen Puffer ab. Für harte Hochverfügbarkeitsziele solltest du zusätzlich konkrete N+1- oder Zonen-Szenarien prüfen.

Planungsübersicht

DimensionVerwendung
Primärer WertKapazitäts- oder Kostenentscheidung
SekundärwertePlausibilitätsprüfung und Skalierung
AnnahmenMit Produktionsmesswerten regelmäßig aktualisieren

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