#780 · Rechner für Unternehmen

Freelance-Cashflow-Rechner

Plane deine monatliche Liquidität als Freelancer anhand tatsächlicher Geldbewegungen. Der Rechner startet mit deinem verfügbaren Anfangsbestand, addiert erwartete Kundeneinzahlungen und zieht Betriebsausgaben, Steuerreserve oder Steuerzahlungen, Kreditraten sowie private Entnahmen ab. Du erhältst Netto-Cashflow, erwarteten Endbestand und – bei negativem Cashflow – eine vereinfachte Reichweite des vorhandenen Liquiditätspuffers.

Rechner

Liquidität
Verfügbarer Bestand zu Monatsbeginn.
Tatsächlich erwartete Zahlungseingänge, nicht nur gestellte Rechnungen.
Software, Miete, Fremdleistungen und sonstige Betriebsausgaben.
Geplante Steuerzahlungen oder Überweisungen auf ein separates Steuerkonto.
Monatliche Finanzierungsauszahlungen.
Geldabflüsse für privaten Lebensunterhalt.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage deinen verfügbaren Liquiditätsbestand zu Monatsbeginn ein.
  2. Erfasse nur die Kundenzahlungen, die im betrachteten Monat voraussichtlich eingehen.
  3. Addiere betriebliche, steuerliche, finanzielle und private Auszahlungen.
  4. Prüfe Endbestand, Netto-Cashflow und bei negativem Cashflow die vereinfachte Reichweite.

Formel

Netto-Cashflow = Einzahlungen − betriebliche Auszahlungen − Steuern/Rücklagen − Finanzierung − private Entnahmen. Endbestand = Anfangsbestand + Netto-Cashflow.

Was das Ergebnis bedeutet

Der Hauptwert ist der erwartete liquide Endbestand nach einem Monat. Ein positiver Netto-Cashflow erhöht den Puffer; bei negativem Cashflow zeigt die Reichweite vereinfacht, wie viele Monate der Anfangsbestand denselben monatlichen Fehlbetrag tragen könnte.

Cashflow betrachtet Zahlungszeitpunkte. Offene Forderungen sind erst dann Liquidität, wenn sie tatsächlich eingehen. Die Reichweite ist eine lineare Momentaufnahme und ersetzt keine detaillierte Liquiditätsplanung.

Beispielrechnung

Bei 12.000 € Anfangsbestand und 8.500 € Einzahlungen stehen 20.500 € zur Verfügung. Auszahlungen von 2.600 € Betrieb, 1.800 € Steuern, 400 € Finanzierung und 2.500 € Entnahmen summieren sich auf 7.300 €. Der Netto-Cashflow beträgt 1.200 € und der Endbestand 13.200 €.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Plane nach Zahlungseingang statt Rechnungsdatum.
  • Halte Steuerreserven getrennt sichtbar, damit sie nicht versehentlich als frei verfügbar gelten.
  • Teste Monate mit verspäteten Kundenzahlungen.
  • Überprüfe private Entnahmen, wenn der Netto-Cashflow wiederholt negativ ist.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich meinen monatlichen Freelance-Cashflow?

Ziehe alle tatsächlichen monatlichen Auszahlungen von den erwarteten Kundeneinzahlungen ab. Der daraus entstehende Netto-Cashflow wird zum Anfangsbestand addiert.

Soll ich gestellte Rechnungen oder erhaltene Zahlungen als Cashflow-Einnahmen eintragen?

Für eine Liquiditätsrechnung solltest du erwartete tatsächliche Zahlungseingänge verwenden. Eine gestellte, aber noch unbezahlte Rechnung erhöht den Kassenbestand noch nicht.

Wie werden private Entnahmen im Freelance-Cashflow berücksichtigt?

Private Entnahmen werden als Auszahlung behandelt, weil sie die betrieblich verfügbare Liquidität reduzieren.

Was bedeutet Liquiditätsreichweite bei negativem Cashflow?

Sie teilt den aktuellen Anfangsbestand durch den monatlichen negativen Netto-Cashflow. Das ist eine vereinfachte lineare Momentaufnahme bei unveränderten Ein- und Auszahlungen.

Warum zeigt der Rechner bei positivem Cashflow keine begrenzte Reichweite?

Wenn die monatlichen Einzahlungen die erfassten Auszahlungen übersteigen, wird der Liquiditätspuffer im Modell nicht aufgezehrt. Deshalb gibt es unter diesen Annahmen keine endliche Burn-Reichweite.

Kennzahlen im Überblick

KennzahlBedeutung
HauptwertZentrale Kennzahl für die aktuelle Eingabekombination.
Netto-CashflowErste ergänzende Kennzahl zur Einordnung des Ergebnisses.
Gesamte AuszahlungenZweite ergänzende Kennzahl für Planung oder Vergleich.
Liquiditätsreichweite bei aktuellem BurnDritte ergänzende Kennzahl für eine fundiertere Entscheidung.

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