#1534 · Rechner für Energie & Umwelt

Reichweitenverlust-Rechner für Rekuperation

Der Rechner zeigt, wie viel Reichweite verloren gehen kann, wenn die tatsächliche Rekuperationswirkung unter einem gewählten Referenzwert liegt. Aus Batteriekapazität, Grundverbrauch, rückgewinnbarer Bremsenergie sowie tatsächlichem und Referenz-Wirkungsgrad werden beide Reichweiten und ihre Differenz ermittelt.

Rechner

Verbrauch und Wirkungsgrad
kWh
kWh/100 km
kWh/100 km
%
%

So verwendest du diesen Rechner

  1. Gib die nutzbare Batteriekapazität und den Verbrauch ohne Rekuperationsgutschrift ein.
  2. Schätze das Bremsenergiepotenzial je 100 km.
  3. Trage tatsächlichen und gewünschten Referenz-Wirkungsgrad ein.
  4. Vergleiche die resultierenden Reichweiten und die Differenz.

Formel

Nettoverbrauch = Grundverbrauch − Bremsenergiepotenzial × Wirkungsgrad
Reichweite = Batteriekapazität ÷ Nettoverbrauch × 100
Reichweitenverlust = Referenzreichweite − tatsächliche Reichweite

Was das Ergebnis bedeutet

Ein positiver Reichweitenverlust bedeutet, dass die tatsächliche Energierückgewinnung hinter der gewählten Referenz zurückbleibt. Die Rechnung isoliert nur den Rekuperationseffekt; reale Reichweite verändert sich zusätzlich durch Geschwindigkeit, Temperatur, Nebenverbraucher, Reifen und Beladung.

Das Bremsenergiepotenzial ist fahrprofilabhängig. Für Autobahnfahrten ist es typischerweise geringer relevant als bei häufigen Verzögerungen im Stadt- oder Verteilerverkehr.

Beispielrechnung

Beispiel: 70 kWh Batterie, 20 kWh/100 km Grundverbrauch, 4 kWh/100 km Bremsenergiepotenzial, 55 % tatsächlicher und 80 % Referenz-Wirkungsgrad.

Nettoverbrauch tatsächlich = 17,8; Referenz = 16,8 kWh/100 km. Reichweiten: 393,3 km und 416,7 km.

Gegenüber der Referenz fehlen rechnerisch rund 23,4 km beziehungsweise 5,6 % Reichweite.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze möglichst gemessene Flottenwerte statt reine Nennwerte.
  • Rechne typische, ungünstige und günstige Szenarien getrennt.
  • Prüfe, ob Zeit-, Leistungs- und Energiegrenzen gleichzeitig eingehalten werden.
  • Dokumentiere Annahmen zu Wirkungsgrad, Fahrprofil und Verfügbarkeit.
  • Aktualisiere die Eingaben nach Änderungen bei Fahrzeugen, Routen oder Ladeinfrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich Reichweitenverlust durch schwächere Rekuperation?

Vergleiche die Reichweite bei der tatsächlichen Energierückgewinnung mit einer Referenz-Rekuperation. Der Rechner zieht die beiden resultierenden Reichweiten voneinander ab.

Was bedeutet Bremsenergiepotenzial in kWh pro 100 km?

Es ist die Energiemenge, die im betrachteten Fahrprofil theoretisch über Verzögerungen für eine Rückgewinnung zur Verfügung steht, bevor Wirkungsgradverluste berücksichtigt werden.

Kann ein niedriger Rekuperationswirkungsgrad die Reichweite stark beeinflussen?

Der Einfluss hängt vom Fahrprofil ab. Bei häufigem Bremsen ist das Potenzial größer; bei gleichmäßiger Fahrt steht deutlich weniger Bremsenergie zur Rückgewinnung bereit.

Warum kann ich einen Referenz-Wirkungsgrad selbst eingeben?

So lässt sich der Ist-Zustand mit einem Zielwert, einer anderen Fahrzeugkonfiguration oder einer gemessenen Referenz vergleichen, ohne einen pauschalen Branchenwert vorzugeben.

Was passiert, wenn das Bremsenergiepotenzial größer als der Grundverbrauch ist?

Dann wäre der angenommene Nettoverbrauch rechnerisch nicht plausibel. Der Rechner weist deshalb auf Eingaben hin, die zu keinem positiven Nettoverbrauch führen.

Reichweitenvergleich

KennzahlBedeutung
Ist-ReichweiteReichweite mit tatsächlichem Wirkungsgrad
ReferenzreichweiteReichweite mit Vergleichs-Wirkungsgrad
VerlustDifferenz zwischen Referenz und Ist

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