#1536 · Rechner für Energie & Umwelt

Ladepunkt-Auslastungsrechner mit Rekuperation

Dieser Rechner verbindet Fahrenergie und Ladeinfrastruktur: Er schätzt, wie viel externe Ladeenergie eine Elektroflotte nach Berücksichtigung regenerativer Bremsung benötigt und welcher Anteil der täglichen Ladeenergie-Kapazität dadurch beansprucht wird. So lässt sich der energetische Bedarf der Ladepunkte besser dimensionieren.

Rechner

Flotte, Rekuperation und Ladeleistung
km
kWh/100 km
kWh/100 km
%
kW
Std.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Erfasse Fahrzeugzahl und durchschnittliche Tagesstrecke.
  2. Gib Grundverbrauch, Bremsenergiepotenzial und Rekuperationswirkungsgrad an.
  3. Trage Anzahl, mittlere Leistung und tägliches Zeitfenster der Ladepunkte ein.
  4. Prüfe die energetische Auslastung und verbleibende Ladeenergie-Reserve.

Formel

Externer Energiebedarf = Fahrzeuge × Strecke ÷ 100 × (Grundverbrauch − Bremsenergiepotenzial × Wirkungsgrad)
Ladeenergie-Kapazität = Ladepunkte × mittlere Ladeleistung × verfügbare Stunden
Energetische Auslastung = externer Energiebedarf ÷ Ladeenergie-Kapazität × 100

Was das Ergebnis bedeutet

Die Kennzahl beschreibt eine Energiebilanz, nicht die zeitliche Steckerbelegung. Eine Auslastung unter 100 % bedeutet, dass die rechnerische tägliche Energie in der verfügbaren Ladeleistung und Zeit übertragen werden kann. Zeitgleiche Ankünfte, Ladeleistungsbegrenzungen und Lastmanagement können dennoch Engpässe verursachen.

Für eine vollständige Infrastrukturplanung sollte die energetische Auslastung zusammen mit zeitlicher Belegung, Netzanschlussleistung und Spitzenlast betrachtet werden.

Beispielrechnung

Beispiel: 40 Fahrzeuge à 120 km, 20 kWh/100 km Verbrauch, 4 kWh/100 km Bremsenergiepotenzial, 70 % Rekuperation sowie 10 Ladepunkte mit 22 kW für 12 Stunden.

Nettoverbrauch = 17,2 kWh/100 km; externer Bedarf = 825,6 kWh; Ladeenergie-Kapazität = 2.640 kWh.

Die energetische Ladepunktauslastung beträgt 31,3 %. Rekuperiert werden rechnerisch 134,4 kWh pro Tag.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze möglichst gemessene Flottenwerte statt reine Nennwerte.
  • Rechne typische, ungünstige und günstige Szenarien getrennt.
  • Prüfe, ob Zeit-, Leistungs- und Energiegrenzen gleichzeitig eingehalten werden.
  • Dokumentiere Annahmen zu Wirkungsgrad, Fahrprofil und Verfügbarkeit.
  • Aktualisiere die Eingaben nach Änderungen bei Fahrzeugen, Routen oder Ladeinfrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Wie beeinflusst Rekuperation die Auslastung von Flotten-Ladepunkten?

Rekuperation senkt den extern nachzuladenden Energiebedarf. Bei gleicher Ladeinfrastruktur fällt dadurch die energetische Auslastung geringer aus.

Ist energetische Ladepunktauslastung dasselbe wie zeitliche Belegung?

Nein. Die energetische Auslastung vergleicht benötigte und übertragbare kWh. Ein Ladepunkt kann zeitlich lange belegt sein und trotzdem mit niedriger mittlerer Leistung laden.

Welche Ladeleistung soll ich pro Ladepunkt verwenden?

Nutze die realistisch erreichbare mittlere Leistung unter Lastmanagement und Fahrzeuggrenzen, nicht automatisch die maximale Nennleistung des Ladepunkts.

Warum kann es trotz weniger als 100 Prozent Auslastung zu Ladeengpässen kommen?

Die Tagesbilanz bildet Spitzen nicht ab. Wenn viele Fahrzeuge im selben Zeitfenster laden müssen, können Anschlussleistung und gleichzeitige Belegung zum Engpass werden.

Wie kann ich den Nutzen der Rekuperation für die Ladeinfrastruktur vergleichen?

Berechne ein Szenario mit dem tatsächlichen Wirkungsgrad und eines mit 0 %. Die Differenz im externen Energiebedarf zeigt die rechnerische Entlastung.

Ladeenergiebilanz

KennzahlBedeutung
Externer BedarfNach Rekuperation nachzuladende Energie
RekuperationIm Fahrbetrieb zurückgewonnene Energie
KapazitätMaximal übertragbare Ladeenergie im Zeitfenster

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