#1939 · Rechner für Steuern & Versicherungen

Betriebsunterbrechung: Deckungsbedarf

Schätze den finanziellen Deckungsbedarf für eine mögliche Betriebsunterbrechung aus monatlichem Rohertragsausfall, fortlaufenden Fixkosten, weiterlaufender Lohnsumme und erwarteter Unterbrechungsdauer. Zusätzliche Wiederanlaufkosten werden einbezogen; vorhandene Notfallliquidität und bereits verfügbare Deckung werden abgezogen. Das Ergebnis ist ein transparentes Planungsszenario und keine verbindliche Festlegung einer Versicherungssumme.

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So verwendest du diesen Rechner

  1. Trage deine aktuellen Unternehmens- und Risikowerte in die Eingabefelder ein.
  2. Nutze bei unsicheren Werten lieber ein realistisches Basis- und ein konservatives Stressszenario.
  3. Klicke auf Berechnen und prüfe Hauptwert sowie Nebenkennzahlen.
  4. Vergleiche das Ergebnis mit Liquidität, Vertragsbedingungen und deiner tatsächlichen Risikotragfähigkeit.

Formel

Bruttobedarf = (entgangener Rohertrag + fortlaufende Fixkosten + Lohnkosten) × Unterbrechungsmonate + Wiederanlaufkosten
Ungedeckter Bedarf = max(0, Bruttobedarf − Notfallliquidität − bestehende Deckung)

Was das Ergebnis bedeutet

Der Rechner betrachtet die von dir eingegebenen finanziellen Belastungen während einer Unterbrechung. Ob einzelne Positionen versichert sind, wie die Haftzeit definiert ist und welche Wartezeiten gelten, hängt vom konkreten Vertrag ab.

Die Berechnung ist eine Planungs- und Vergleichshilfe. Sie ersetzt weder ein individuelles Versicherungsangebot noch Rechts-, Steuer- oder Risikoberatung.

Beispielrechnung

Bei 60.000 € entgangenem Rohertrag, 25.000 € Fixkosten und 40.000 € Lohnkosten pro Monat entstehen über 4 Monate 500.000 €. Mit 50.000 € Wiederanlaufkosten beträgt der Bruttobedarf 550.000 €. Nach 100.000 € Notfallliquidität und 150.000 € bestehender Deckung verbleiben 300.000 € Planungsbedarf.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Modelliere eine längere Wiederherstellungsdauer als Stressszenario.
  • Prüfe, ob Lohnkosten und Mehrkosten tatsächlich versichert oder anderweitig finanzierbar sind.
  • Vermeide Doppelzählungen zwischen entgangenem Rohertrag und fortlaufenden Kosten.
  • Berücksichtige Abhängigkeiten von Schlüsselstandorten und Lieferanten separat.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich den Deckungsbedarf für eine Betriebsunterbrechung?

Addiere die relevanten monatlichen finanziellen Belastungen über die angenommene Unterbrechungsdauer, ergänze Wiederanlaufkosten und ziehe verfügbare eigene Mittel sowie vorhandene Deckung ab.

Welche Kosten gehören in eine Betriebsunterbrechungsrechnung?

Typisch sind entgangener Rohertrag, weiterlaufende Kosten und zusätzliche Wiederanlaufkosten. Ob diese Positionen versichert sind, hängt vom konkreten Vertrag ab.

Wie wähle ich eine realistische Unterbrechungsdauer für das Szenario?

Orientiere dich an Wiederbeschaffungszeiten, Reparatur, Genehmigungen, Lieferketten und Wiederhochlauf. Rechne zusätzlich ein konservativeres längeres Szenario.

Soll Notfallliquidität den benötigten Versicherungsschutz vollständig reduzieren?

Nur wenn du diese Liquidität bewusst für das Unterbrechungsrisiko reservieren willst. Der Rechner zeigt eine Planungsannahme, keine verbindliche Kapitalallokation.

Was ist bei der Haftzeit einer Betriebsunterbrechungsversicherung wichtig?

Die Haftzeit bestimmt, wie lange Leistungen maximal erbracht werden. Sie sollte zum realistischen Wiederherstellungs- und Wiederanlaufzeitraum passen und vertraglich geprüft werden.

Ergebnisbausteine

BausteinBedeutung
Monatliche BelastungRohertrag + Fixkosten + Lohnkosten
WiederanlaufkostenZusätzliche Einmalkosten
FinanzierungslückeBedarf minus eigene und vorhandene Mittel

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