#2008 · Rechner für Recht & Compliance

KYC-Audit-Stichprobenrechner

Dieser Rechner plant eine statistische Audit-Stichprobe für KYC-Verifizierung. Er berücksichtigt Grundgesamtheit, Konfidenzniveau, Fehlertoleranz, erwartete Abweichungsquote und eine Reserve für nicht auswertbare Fälle. Die Berechnung verwendet eine etablierte Formel für Anteilswerte mit Korrektur für endliche Populationen; risikobasierte oder regulatorisch vorgeschriebene Auswahlregeln bleiben separat zu beachten.

Rechner

Stichprobenannahmen
Fälle
Anzahl der Fälle im Prüfzeitraum.
%
Gewünschte maximale statistische Abweichung.
%
Wenn unbekannt, ist 50 % konservativer und liefert meist größere Stichproben.
%
Aufschlag für nicht auswertbare oder ausgeschlossene Stichprobenfälle.

So verwendest du diesen Rechner

  1. Die Grundgesamtheit des Prüfzeitraums eingeben.
  2. Konfidenzniveau auswählen.
  3. Gewünschte Fehlertoleranz festlegen.
  4. Eine erwartete Abweichungsquote schätzen.
  5. Optional eine Reserve für unbrauchbare Fälle ergänzen.

Formel

n₀ = z² × p × (1 − p) ÷ e²
n = n₀ ÷ (1 + (n₀ − 1) ÷ N)

Danach wird die Stichprobe um die eingegebene Reserve erhöht und auf die Grundgesamtheit begrenzt.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Hauptzahl ist die geplante Anzahl zu ziehender Fälle inklusive Reserve. Die Basisstichprobe ist die rechnerische Größe vor dem Reserveaufschlag.

Statistische Stichprobengröße allein bestimmt nicht die Audit-Qualität. Auswahlverfahren, Risikostrata, Dokumentation und regulatorische Vorgaben sind zusätzlich zu berücksichtigen.

Beispielrechnung

Beispiel: Bei 10.000 Fällen, 95 % Konfidenz, 5 % Fehlertoleranz, 10 % erwarteter Abweichungsquote und 5 % Reserve ergibt sich eine Basisstichprobe von rund 137 Fällen und eine geplante Ziehung von rund 144 Fällen.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze 50 % erwartete Abweichungsquote, wenn du bewusst konservativ planen willst.
  • Trenne statistische Zufallsstichprobe und gezielte Hochrisikoprüfung.
  • Dokumentiere Ausschlussgründe für nicht auswertbare Fälle.
  • Wähle die Grundgesamtheit so, dass sie zum Audit-Zeitraum und Kontrollziel passt.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß sollte eine Audit-Stichprobe für KYC-Verifizierung bei 95 % Konfidenz sein?

Die benötigte Größe hängt zusätzlich von Grundgesamtheit, Fehlertoleranz und erwarteter Abweichungsquote ab. Der Rechner verwendet dafür eine Standardformel für Anteilswerte mit Korrektur für endliche Grundgesamtheiten.

Warum steigt die Stichprobengröße bei kleinerer Fehlertoleranz so stark?

Eine engere Fehlertoleranz verlangt mehr Beobachtungen, weil der geschätzte Anteil präziser eingegrenzt werden soll. Die Stichprobengröße wächst ungefähr mit dem Kehrwert des quadrierten Fehlers.

Welche erwartete Abweichungsquote soll ich verwenden, wenn keine Historie vorliegt?

Eine Quote von 50 % ist statistisch konservativ, weil sie die Varianz maximiert und häufig die größte Stichprobe erzeugt. Wenn belastbare historische Daten vorliegen, kann eine passendere Quote verwendet werden.

Kann ich Hochrisikofälle einfach in die Zufallsstichprobe einrechnen?

Für Compliance-Audits ist es oft sinnvoll, risikobasierte gezielte Prüfungen separat von einer statistischen Zufallsstichprobe zu behandeln. Dieser Rechner bildet nur die statistische Komponente ab.

Was bewirkt die Reserve für unbrauchbare Fälle?

Die Reserve erhöht die geplante Ziehungsmenge, damit nach Ausschlüssen oder fehlender Prüfbarkeit noch ungefähr die gewünschte auswertbare Basisstichprobe verbleibt.

Stichprobenparameter

ParameterRolle
KonfidenzniveauSicherheitsniveau der Intervallschätzung
FehlertoleranzGewünschte maximale Abweichung
AbweichungsquoteErwarteter Anteil mit Merkmal oder Fehler

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