#688 · Rechner für KI & Technologie

LLM-Batchverarbeitung-GPU-Bedarfs-Rechner

Dimensioniere GPU-Kapazität für einen großen asynchronen LLM-Batch mit festem Fertigstellungsfenster. Aus Aufgabenmenge und Tokens je Aufgabe ergibt sich das Gesamtvolumen. Dieses wird auf die verfügbare Zeit verteilt und mit dem nachhaltigen GPU-Durchsatz verglichen. Eine zusätzliche Reserve kann Ausfälle, Retries oder schwankende Aufgabenlängen abdecken.

Rechner

Batchvolumen, Zeitfenster und GPU-Leistung
Aufgaben
Tokens
h
Tokens/s
%
%

So verwendest du diesen Rechner

  1. Gib Aufgabenanzahl und Tokens je Aufgabe an.
  2. Setze das maximale Fertigstellungsfenster.
  3. Trage einen gemessenen effektiven Durchsatz je GPU ein.
  4. Begrenze die nachhaltige Auslastung.
  5. Ergänze eine Reserve und prüfe die resultierende GPU-Zahl.

Formel

Gesamttokens = Aufgaben × Tokens/Aufgabe
Erforderliche Tokens/s = Gesamttokens ÷ Zeitfenster in Sekunden
GPUs = Aufrunden((erforderliche Tokens/s ÷ (GPU-Durchsatz × Auslastung)) × (1 + Reserve))

Was das Ergebnis bedeutet

Das Hauptresultat ist die GPU-Anzahl, die das Batchvolumen innerhalb des angegebenen Fensters rechnerisch bewältigen kann. Die Reserve erhöht den Bedarf vor der Ganzzahlrundung.

Prüfe zusätzlich Modell-VRAM, Tensor-Parallelität, Datenzugriff und tatsächliche Batch-Effizienz. Der Rechner dimensioniert primär nach Token-Durchsatz.

Beispielrechnung

200.000 Aufgaben mit je 800 Tokens ergeben 160 Mio. Tokens. In sechs Stunden sind dafür rund 7.407 Tokens/s nötig. Eine GPU mit 18.000 Tokens/s bei 80 % Zielauslastung liefert 14.400 Tokens/s nutzbar; inklusive 15 % Reserve reicht rechnerisch 1 GPU.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Verwende reale Batch-Benchmarks mit derselben Modellkonfiguration.
  • Reduziere das Fertigstellungsfenster nur, wenn mehr GPU-Kapazität verfügbar ist.
  • Plane Reserven für Retries und schwankende Tokenlängen.
  • Prüfe, ob Provider- oder Scheduler-Limits den theoretischen GPU-Durchsatz begrenzen.
  • Bei sehr großen Modellen kann die Mindestanzahl GPUs durch Modellparallelität höher sein als das Durchsatzresultat.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele GPUs brauche ich für einen LLM-Batch über Nacht?

Trage die Batchgröße, Tokens je Aufgabe und das verfügbare Nachtfenster ein. Der Rechner leitet daraus den nötigen Gesamtdurchsatz und die GPU-Anzahl ab.

Warum kann das Ergebnis weniger GPUs zeigen als die Modellgröße technisch erfordert?

Die Formel dimensioniert nach Durchsatz. Wenn ein Modell wegen VRAM oder Parallelisierung bereits mehrere GPUs pro Replikat benötigt, gilt diese technische Mindestgröße zusätzlich.

Wie wirkt ein kürzeres Batchfenster auf den GPU-Bedarf?

Ein kürzeres Zeitfenster erhöht den erforderlichen Token-Durchsatz und damit typischerweise die benötigte GPU-Anzahl.

Soll ich die GPU-Auslastung für Batchjobs auf 100 Prozent setzen?

Nur wenn deine Umgebung dauerhaft stabil bei 100 % läuft. Für Planung ist eine niedrigere nachhaltige Auslastung oft robuster.

Wie berücksichtige ich Retries im GPU-Bedarf eines Batches?

Du kannst die Kapazitätsreserve erhöhen oder die Aufgabenmenge beziehungsweise Tokens je Aufgabe um den erwarteten Retry-Anteil anheben.

Planungsübersicht

DimensionVerwendung
Primärer WertKapazitäts- oder Kostenentscheidung
SekundärwertePlausibilitätsprüfung und Skalierung
AnnahmenMit Produktionsmesswerten regelmäßig aktualisieren

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